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 - 02.04.2011

Der WESER-KURIER bewertet Bremer Wahlplakate

Bremen. Die Stadt steckt im Wahlkampf. Seit einigen Tagen hängen die Plakate zur Bürgerschaftswahl am 22. Mai. Der WESER-KURIER bewertet die Plakate. Welches ist das originellste Plakat, was ist total daneben?

Fotograf Thomas Damm (re), Grafiker Franz Berding und Autorin Miriam Keilbach geben im WESER-KURIER-Wahlplakat-Test ihr Urteil ab.
Platz 1 geht mit der Gesamtnote 1,3 an die SPD. Die einzelnen Urteile: Fotograf Damm: "auf den Punkt gebracht", Autorin Keilbach: "lustig umgesetzt" und Grafiker Berding: "plakatives Bildmotiv".
Platz 2 belegen die Grünen, Gesamtnote 2,3*. Fotograf: "schönes Foto, Layout ungünstig", Autorin: " jung, kreativ, lustig" und Grafiker: "lustige Bild-Text-Kombi"
Die Piratenpartei sichert sich mit Gesamtnote 2,3 Platz 3: Fotograf: "Froschperspektive passt: von unten nach oben für Änderungen sorgen", Autorin: "Spruch passt zu Piraten", Grafik: "Farbkombination gelungen, Schrift 08/15"
Platz 4 geht wieder an die SPD, Gesamtnote 2,7: Fotograf: "aller nur geklaut", Autorin: " SPD überzeugt mit konservativem Sicherheitsproblem", Grafiker: "starker Slogan, aber unten zu viele Elemente"
Platz 4 ist mit Gesamtnote 2,7 ebenso für die Piraten vorgesehen: Fotograf: "leider kein Foto, aber guter Slogan", Autorin: "Selbstironie absolut erwünscht", Grafiker: "wurde hier etwa das Scribble gedruckt?"
Schon wieder ein Platz 4 mit Gesamtnote 2,7, dieses Mal für die Grünen: Fotograf: "Pflichtmotiv", Autorin: "findet richtige Worte", Grafiker: "Plakatlayout stört Fotomotiv, das Grün wirkt luftig"
Platz 5 geht ebenfalls an Grün, Gesamtnote 3: Fotograf: "Foto passt nicht ins Design", Autorin "Grün ist mehr als Energiepolitik, gut so!", Grafiker: "irritierende 3-D-Kanten an Sprechblasen stören Lesbarkeit"
Platz 5 die Zweite geht ebenfalls an Grün: Fotograf: "Kopf besser nicht anschneiden", Autorin: "Soll Spitzname Karo etwa Bürgernähe ausdrücken?", Grafik: "Lichtreflexe auf Sprechblasen stören"
Der Bürgermeister schafft es mit der Gesamtnote 3,3 auf Platz 6: Fotograf: "das typische Politikerpassfoto - langweilig", Autorin: "mehr Kreativität bitte", Grafiker: "handwerklich perfekt, aber langweilig"
Platz 7 erhält die Gesamtnote 3,7: Fotograf: "Unklarer Stil: Reportage oder Werbung?", Autorin: "Nichtssagend - und ein Dr. auf einem Plakat geht gar nicht!", Grafiker: "Bildsprache unglaubwürdig"
Bitte fünf Euro ins Phrasenschwein. Mit diesem Plakat schafft es die SPD auf Platz 8, Gesamtnote 4: Fotograf: "zu viel Weißraum", Autorin: "Begriffe, die für nichts stehen", Grafiker: "nur Text? Das vergisst man zu schnell".
Schlusslicht im Plakate-Ranking ist die Linke mit der Gesamtnote 5: Fotograf: "wenig Slogan, wenig Design", Autorin: "einfallslos und langweilig", Grafiker: "schwacher Slogan, Parteienlogo sieht aus wie nachträglich aufgeklebt, der Rest zu klein"
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Fotograf Thomas Damm (re), Grafiker Franz Berding und Autorin Miriam Keilbach geben im WESER-KURIER-Wahlplakat-Test ihr Urteil ab.

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