Das Angebot scheint anzukommen: Zahlreiche Schüler informierten sich gestern bereits über Zukunftschancen im Luft- und Raumfahrtbereich. Am Stand des Flugzeugbauers Airbus erklärten Auszubildende des Unternehmens, welche Voraussetzungen für die verschiedenen Berufe notwendig sind. Außerdem schraubten sie mit Interessierten kleine Flugzeuge zusammen. Die 17-jährige Katharina Siesenop war begeistert: 'Früher hatte ich richtige Flugangst. Dann bin ich oft hierher zum Flughafen gefahren und habe mir alles angeschaut und viel über die Luftfahrt gelesen. Mittlerweile will ich unbedingt was mit Flugzeugen machen, vielleicht Fluglotsin.' Dass sich Mädchen für das männerdominierte Ingenieurwesen interessieren, ist ungewöhnlich, sagt Tina Lackmann vom VDI. Sie koordiniert das Projekt mint role models, das vom VDI gemeinsam mit dem Ingenieurinnennetzwerk ins Leben gerufen wurde. Es unterstützt Mädchen, sich an technische und naturwissenschaftliche Berufe heranzutrauen. 'Es gibt nur sehr wenige
weibliche Ingenieure in Deutschland, das liegt vor allem daran, dass es nur wenige Vorbilder gibt', sagt Lackmann. Unter den neugierigen Schülern auf dem Flughafengelände , waren nicht nur Besucher: Der 16-jährige Konstantin Offer und seine Klassenkameraden vom Ökumenischen Gymnasiums Oberneuland stellen ihre Seminararbeiten aus ihrem Luft- und Raumfahrtkurs vor. In Zusammenarbeit mit der Hochschule Bremen bieten das Ökumenische Gymnasium und das Gymnasium Vegesack den Schülern der Oberstufe diesen Kurs im Fach Physik an. Konstantin kann sich vorstellen, später einmal Ingenieur zu werden. Auch für die Kleinsten gab es eine Menge zu entdecken. Die Erstklässler der Schule an der Schmidtstraße bastelten bunte Windräder und wendige Papierflugzeuge, um mit dem Thema Luft zu experimentieren. Ums selbe Element drehte sich auch die Experimentier-Show der Gruppe ' physikanten und co'. Während ihrer wissenschaftlich angereicherten Performance schossen die Künstler unter anderem eine Wasserflasche nur mithilfe von Luftdruck durch die Halle.
'Bremen ist ein Topstandort für die Luft- und Raumfahrt', sagt Andreas Krüger vom Senat für Wirtschaft und Häfen. 'Die Firmen rund um den Flughafen sind in diesem Bereich federführend.' Hauptsponsor der Veranstaltung ist die Bremer Satellitenschmiede OHB.
Der 'Tag der Technik 2010' findet noch heute zwischen 9 und 17 Uhr statt. Der Eintritt ist frei.


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