Diesen Tag werden Beverly, Marten und Karsten wohl nicht so schnell vergessen. Für den Bremer Erste-Hilfe-Wettbewerb „Hand aufs Herz“ waren die drei extra aus Osnabrück angereist, um ihr Wissen in Sachen Erste Hilfe unter Beweis zu stellen und sich mit anderen Schülerinnen und Schülern zu messen. Und dann das: „Auf der Zugfahrt wurde uns mitgeteilt, dass wir Gäste haben“, sagte Beverly. Und bei diesen Gästen handelte es sich um niemand anderen, als die „Verbotene Liebe“-Stars Marcel Sprang und Jo Weil.
Die beiden Schauspieler waren eigens aus Köln angereist, um bei „Hand aufs Herz“ dabei zu sein. „Eine unglaublich wichtige Veranstaltung“, sagte Sprang. Und dass es um das Erste-Hilfe-Wissen der jungen Generation offenbar ganz gut bestellt ist, davon konnten sich die beiden anschließend selbst überzeugen. In der Gruppe von Beverly, Marten und Karsten übernahmen Sprang und Weil abwechselnd die Rolle des zu versorgenden Unfallopfers. Mal wurde Weil ein dicker Kopfverband angelegt, dann wurde die blutende Kopfverletzung von Sprang versorgt.
Die drei Schüler von der Gesamtschule Schinkel meisterten alle Aufgaben mit Bravour, bekamen an allen fünf Stationen fast ausschließlich Lob von der Jury. Und auch Weil war begeistert: „Wenn mir wirklich mal was passieren sollte, hoffe ich, dass die drei mich versorgen. Sie haben das wirklich klasse gemacht.“
Das wunderte Ausbilder und Lehrer Mirek Niederwestberg überhaupt nicht. Er weiß schließlich, dass sich Beverly, Marten und Karsten schon mehrfach im Notfall bewährt haben. An der Osnabrücker Gesamtschule Schinkel hat man ein eigenes Ersthilfesystem entworfen, das die Schüler selbstverantwortlich managen. Passiert einem Mitschüler was, ist es das Erste-Hilfe-Team um Beverly, Marten und Karsten, dass die komplette Erstversorgung übernimmt und auch den Notarzt verständigt, erklärt Niederwestberg. Rund 300 Fälle pro Jahr versorgt das Erste-Hilfe-Team auf diesem Wege an der Osnabrücker Schule.
Da hielt sich die Nervosität bei der „Hand aufs Herz“-Veranstaltung in Grenzen – trotz des prominenten Besuchs. Und Beverly gab hinterher dann auch zu: „Wir kannten die beiden auch eigentlich gar nicht so genau.“ Dafür aber viele andere, überwiegend weibliche Fans, die sich im Anschluss an den Wettbewerb noch mit Erinnerungsfotos und Autogrammen eindeckten.


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