Forderung der Bremer Sozialbehörde

 - 28.07.2010

Qualitätsstandards für Kindergärten ab Herbst

Von Julia Fiedler
Bremen. Mindeststandards für Kindergärten? Diese Forderung soll ab kommenden Herbst in Bremen Wirklichkeit werden. Kindertagesstätten werden verpflichtet, bestimmte Qualitätsstandards in der Kindeserziehung einzuhalten - sonst droht die Streichung der städtischen Unterstützung. Die Kindertageseinrichtungen der Elternvereine seien gut auf die neuen Anforderungen vorbereitet, so der Paritätische Wohlfahrtsverband Bremen.
Jutta Philipson-Eichert, Einrichtungsleiterin der „Kinderhäuser“, und Herbert Förster von der Paritätischen Gesellschaft für soziale Dienste diskutieren über die Einführung von Qualitätsstandards in Kindergärten.
Jutta Philipson-Eichert, Einrichtungsleiterin der „Kinderhäuser“, und Herbert Förster von der Paritätischen Gesellschaft für soziale Dienste diskutieren über die Einführung von Qualitätsstandards in Kindergärten.

'Es gibt vier Qualitätsversprechen, die die Kindergärten in den nächsten Jahren umsetzen sollen', berichtet Herbert Förster von der Paritätischen Gesellschaft für Soziale Dienste. Dazu gehören die verstärkte Sprachförderung der Kinder sowie eine bessere Kooperation von Eltern und Erziehern und Erzieherinnen. Ebenso soll das ganzheitliche Lernen sichergestellt und ein fließender Übergang zwischen Kindergarten und Schule gewährleistet werden.

'Mindeststandards sinnvoll'

Den Vertrag der Bremer Sozialbehörde müssen alle Bremer Kindergärten im kommenden Herbst unterschreiben. Wer die Vorgaben innerhalb von drei bis fünf Jahren nicht umsetzt, muss mit der Streichung der finanziellen Mittel rechnen. 'Wir glauben, dass die Kindertageseinrichtungen der Elternvereine die geforderten Mindeststandards einhalten werden', so Herbert Förster. Zehn Prozent der Bremer Kinder gehen in Einrichtungen, die von Elternvereinen organisiert werden. Damit sind diese Einrichtungen der drittgrößte Anbieter von Kindertagesplätzen in Bremen - nach der Kita Bremen und dem Landesverband für evangelische Kindertageseinrichtungen.

Vieles, was die Behörde fordert, halte ich für selbstverständlich', sagt Jutta Philipson-Eichert, Einrichtungsleiterin der 'Kinderhäuser'. 'Die meisten Anforderungen erfüllen wir bereits.' Trotzdem hält die Pädagogin die Mindeststandards für sinnvoll. 'Dadurch wird eine gewisse Qualität in jedem Fall gewährleistet.' Kritisch hingegen sieht Philipson-Eichert die Umsetzung der Forderungen. 'Die Behörde stellt kein Geld zur Verfügung. Aber Fortbildungen bezahlen sich nicht von selbst.' Zudem sei es schwierig, neben dem normalen Tagesbetrieb an fortbildenden Maßnahmen teilzunehmen oder den Kindergarten gar neu zu organisieren. Das Qualitätsmanagement-System, das der Paritätische Wohlfahrtsverband Bremen seit einigen Jahren bundesweit anbietet, sei deshalb sehr hilfreich.

42 Kindertagesstätten von Elternvereinen sind unter dem Dach des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes in Bremen versammelt. 'Zehn Elternvereine haben das Qualitätsmanagement bereits durchlaufen', erzählt Anke Teebken, Pressesprecherin des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes. 'Beim Qualitätscheck überprüfen wir, was in den Kindergärten bereits gut klappt und was nicht.' Anschließend werden die Ergebnisse dokumentiert und mit den Einrichtungen Verfahren, Abläufe und Zeitpläne entwickelt, um die Qualitätsstandards auf Dauer halten zu können. 'Ein typisches Beispiel ist die Eingewöhnungsphase von Kindern', erzählt Jutta Philipson-Eichert. 'Die läuft oft ähnlich ab, sodass wir bestimmte Vorgehensweisen entwickeln können, die wir jedes Jahr wiederholen.' Durch dieses Management sei die Arbeit im Kindergarten systematisiert. 'Wir haben mehr Zeit, uns um die Kinder zu kümmern. Organisatorische Arbeit wird weniger.'

Der Qualitätscheck des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes habe gezeigt, das bei den untersuchten zehn Bremer Einrichtungen starke Unterschiede bestehen, so Herbert Förster. 'Die Kindergärten haben unterschiedliche Schwerpunkte. Fast jede Einrichtung hat einen Bereich, in dem es Defizite gibt.' Optimiert werden müsse besonders die Zusammenarbeit zwischen Kindergarten und Schule und die Sprachförderung. Dennoch: Vor den Mindeststandards habe man keine Angst. 'Unser Qualitäts- check ist sehr umfassend und geht über die Mindeststandards hinaus.'



Finden Sie Artikel aus Bremen

  • Vahr
  • Alte Neustadt
  • Überseestadt
  • Findorff-Bürgerweide
  • Ohlenhof
  • Peterswerder
  • Huchting
  • Blockdiek
  • Grolland
  • Neustadt
  • Hohentor
  • Hohweg
  • Neuenland
  • Mahndorf
  • Weidedamm
  • Seehausen
  • Neue Vahr Südwest
  • Östliche-Vorstadt
  • Mitte
  • Hastedt
  • Sebaldsbrück
  • Steffensweg
  • Arsten
  • Ellenerbrok-Schevemoor
  • Neustädter Hafen
  • Bremen
  • Ostertor
  • Schwachhausen
  • Blockland
  • Arbergen
  • Gröpelingen
  • Horn-Lehe
  • Strom
  • Utbremen
  • Radio Bremen
  • Mittelshuchting
  • Rablinghausen
  • Fesenfed
  • Kattenturm
  • Neu-Schwachhausen
  • Gete
  • Industriehäfen
  • Borgfeld
  • Lindenhof
  • Hemelingen
  • Buntentor
  • Hohentorshafen
  • Oberneuland
  • Sodenmatt
  • Häfen
  • Osterfeuerberg
  • Findorff
  • Pusdorf
  • Osterholz (Stadtteil)
  • Altstadt
  • Steintor
  • Gartenstadt Süd
  • Riensberg
  • Ellener Feld
  • Lehe
  • Bahnhofsvorstadt
  • Obervieland
  • Huckelriede
  • In den Hufen
  • Horn
  • Lehesterdeich
  • Kirchhuchting
  • Gartenstadt Vahr
  • Oslebshausen
  • Regensburger Straße
  • Woltmershausen
  • Habenhausen
  • Neue Vahr Nord
  • Bürgerpark
  • Hulsberg
  • Hafen
  • Kattenesch
  • Neue Vahr Südost
  • Südervorstadt
  • Westend
  • Walle
  • Barkhof
  • Tenever
  • Östliche Vorstadt
  • In den Wischen

Traueranzeigen aus Bremen

Suche nach Einträgen

Hier finden Sie Traueranzeigen aus WESER-KURIER, Bremer Nachrichten und Verdener Nachrichten.

25 Freizeittipps für Bremen und die Region

Ferientipps

Ein Bad im See, Abenteuerausflüge in den Klettergarten oder Museen bei schlechtem Wetter: Bremen hat im Sommer einiges zu bieten und auch ein Ausflug ins Umland lohnt sich. Unsere Redaktion hat 25 Dinge zusammengestellt, die man in Bremen und der Region machen kann. Hier geht es zu den Freizeittipps

Wetter - Freitag, 03. September

Temperatur:
19°C / 8°C
Vormittag: Nachmittag:
30%   Regenwahrscheinlichkeit:

Ladenschluss

Rewe lässt die Geschäfte bis 24 Uhr geöffnet. Gehen Sie um Mitternacht einkaufen?

(252 Stimmen)
Ja, ich finde es praktisch, so spät noch einkaufen zu können.
(347 Stimmen)
Nein, es reicht, wenn die Geschäfte bis 20 Uhr geöffnet sind.
(147 Stimmen)
Egal, das sollen die Geschäfte selbst entscheiden.

Sport in Bremen

Serie: Bremen tanzt

Tanzen ist Lebensfreude, Sport, Brauchtum - in unserer Serie Bremen tanzt treffen wir Tanzprofis, die Ursprung und Charakteristika verschiedenster Tänze erklären. Ein Klick durch unsere Videos gibt Ihnen einen ersten Eindruck von der Tanzart, den typischen Bewegungen und der Rhythmik von Salsa, Ballett, Videoclip-Dancing und Co.

Teil 1: Tango Argentino

Teil 2: Samba
Teil 3: Bauchtanz

Teil 4: Männer- und Frauenformation
Teil 5: Stepptanz
Teil 6: Modern Dance
Teil 7: Bollywood Dance
Teil 8: Jive

 

Das ist Kultur in Bremen

Wir präsentieren zusammen mit der Schwankhalle Bremens Kulturköpfe. In unserer aktuellen Folge hören Sie Anna Fricke, Kunsthistorikerin und Kulturmanagerin. mehr...

WESER-KURIER Kundenservice

Das Neueste von Werder

Alle Spiele, alle Tore, alle Infos. mehr »

Unsere Leser...

...schreiben im Forum
...kommentieren Artikel
Bundesbank will Sarrazin entlassen
Arrian am 02.09.2010
Vor allem ist erstaunlich, wie Sarrazin von einigen zum Märtyrer und zum Musterbeispiel freier…
Bundesbank will Sarrazin entlassen
admiral41 am 02.09.2010
ach was, welche Meinung denn. Der Mann hat soviel Unsinn erzählt, dass es reicht. Ein…

Veranstaltungen

Suche nach Einträgen

Das Jugendportal des WESER-KURIER

Events, Partypics, Szene-News und mehr »

Tickets

Karten für Theater, Konzerte und andere Veranstaltungen gibt es in unserem Ticketshop. mehr »

Zeitung in der Schule

Zum neunten Mal beteiligt der WESER-KURIER sich dieses Jahr an dem Projekt "Zeitung in der Schule". Ziel ist es, Kinder und Jugendliche zu regelmäßiger Lektüre der Tageszeitung anzuregen. Hier geht's zu unserer Spezialseite.