Der Sonnabend allein: Anfangs noch von Regenschauern getrübt, dann aber so wetterstabil, dass die Massen kamen, um vor den fünf Bühnen Musik zu hören oder einfach nur an den Ständen vorbeizuflanieren. Der Platz vor dem Theater am Goetheplatz war bis zur letzten Bank besetzt, als dort Tenöre und Sopranistinnen ihre Arien schmetterten. Später ging es mit Opern-Ausschnitten im Theater weiter, das zu einem „Tag der offenen Tür“ eingeladen hatte.
Woanders wurden währenddessen die Fenster geöffnet. Lesungen auf die Straße hinaus, ein Experiment, „man weiß vorher ja nie, wie so etwas funktioniert“, sagt Wilhelm. Sie ist deswegen voller Spannung die Meile hinuntergelaufen und freute sich, als nach ihrer Beschreibung die Menschen tatsächlich stehenblieben und gebannt lauschten, was unter der Überschrift „7 min. Einblicke in mein Deutschland“ aus den Fenstern heraus vorgetragen wurde.
Ein Knüller auch die Finnen, hebt die 44-Jährige hervor. Rap aus Helsinki, und gut 1000 Menschen auf der Wallwiese waren am Freitagabend begeistert.
Das dreitägige Fest, seit vier Jahren mit einem neuen, kulturellen Anspruch versehen, hat rund 200.000 Euro gekostet. 40.000 gaben die Wirtschaftsförderer dazu, etwa 100.000 kamen von Sponsoren und noch einmal 40.000 sind nach Angaben von Wilhelm durch Standmieten eingenommen worden. Den Rest habe man unter anderem mit dem Erlös aus der Tombola begleichen können.


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