Eine mysteriöse Lichtkugel am Himmel hat am Dienstagabend zahlreiche Menschen in Norddeutschland erschreckt. Bei Polizeistationen und Feuerwehren in Bremen, Hamburg und Niedersachsen berichteten Augenzeugen von einer "brennenden Kugel" oder einem "leuchtenden Gegenstand am Himmel".
Auch viele Leser von weser-kurier online berichteten von dem Phänomen, so beispielsweise Martin Sassenberg: "Der Anblick war atemberaubend". Oliver S. dachte zunächst, es habe sich um eine fehl geleitete Silvesterrakete gehandelt, Ramona aus Hamburg befürchtete ein Flugzeug sei abgestürzt. Dunja Pietrasch war gerade auf der A 28 in Richtung Oldenburg unterwegs, als sie das Leuchten sah und dachte an einen Meteoriten, der schließlich auf einem Feld in "rot glühende Teile" zerstob.
Nach Angaben eines Polizeisprechers in Bremen vom frühen Mittwochmorgen, hätten die Anrufer gesehen, dass die Kugel "zerbröselt und zu Boden gefallen ist". Um einen Flugzeugabsturz habe es sich dabei nicht gehandelt. "In Bremen und Niedersachsen sind keine Einschläge gefunden oder Schäden festgestellt worden", sagte der Sprecher. "Wir gehen davon aus, dass es sich um einen Meteoriten gehandelt hat."
Der Hobbyastronom Werner Walter vom Centralen Erforschungsnetz außergewöhnlicher Himmelsphänomene (CENAP) in Mannheim nahm nach eigenen Angaben bis in die Nacht zahlreiche Meldungen von Augenzeugen aus Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg und Nordrhein- Westfalen entgegen. Diese hätten von einer "weiß-grünen Lichtkugel" berichtet, die mit einem Lichtschweif "lautlos und sekundenlang vom Himmel" herab raste, teilte Walter mit.
Der Hobbyastronom geht davon aus, dass es sich bei der Erscheinung um eine große Sternschnuppe gehandelt hat, die in der Erdatmosphäre verglüht sei.
Nach Ansicht von Walter war die Sternschnuppe ein kosmischer Brocken - vermutlich so groß wie eine Kinderfaust - der mit einer Geschwindigkeit von mindestens 200 000 Stundenkilometern aus dem Weltraum kam und mehr als 20 Kilometer über der Erdoberfläche verglühte. Dort sind die Luftschichten zu dünn, als dass sich Schall ausbreiten kann. "Für Weltraumschrott war es zu schnell: Der hat nur eine Geschwindigkeit von rund 28 000 Stundenkilometern beim Eintreten und ist für zwei bis drei Minuten sichtbar, weil er relativ langsam ist", erklärte Walter.
Die originellste - und nicht ganz ernst gemeinte - Sichtweise auf das Phänomen kommt von unserem Leser Tim Klee: "Nach kurzer Überlegung ist mir eine logische Erklärung eingefallen: Der Fußballgott wollte die Hamburger an die letzte Bundesliga-Saison erinnern und daran, wer im Norden die Nummer eins ist."

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Teil 3: Das Riesenrad auf dem Freimarkt
Teil 5: Das Panorama-Deck auf dem Kaufhof
Teil 6: Der Müllberg im Blockland
Teil 8: Das Aalto-Hochhaus in der Vahr
Teil 10: Der Kran im Weserstadion
Teil 11: Das Kraftwerk in Hastedt
Teil 12: Der Turm der Lüfte am Universum

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