Auch der BUND will besseren Lärmschutz als den, der bisher von der Deutschen Bahn im Verfahren zugestanden worden sei. "Angesichts der erwarteten Verdopplung der Güterzüge für den Knoten Bremen besteht aus Sicht des BUND dringender Handlungsbedarf", meint Rode, vor allem auch im Hinblick auf das Doventor und das Stephaniviertel. Der BUND sieht die Grundrechte der Betroffenen "aufgrund von Gesundheitsbeeinträchtigungen durch die Lärmbelastungen und der Entwertung ihres Wohnraums verletzt". Ein sofortiges Tempolimit von 30-Stundenkilometern habe die Bahn "aber unverständlicherweise bereits im Verfahren zur Ertüchtigung des Gleises1 im Bremer Hauptbahnhof abgelehnt".
Nach Auffassung des BUND ist die Ertüchtigung des Knoten Bremens nur eine Zwischenlösung, die das eigentliche Problem der Bewältigung der Güterverkehre nur vertagt. Der BUND fordert von der DB AG, zukünftig größere Teile des Güterverkehrs um Bremen herum, statt wie bisher mitten durch den Bremer Hauptbahnhof zu leiten. Als sinnvolle Lösung des Problems sieht der BUND unter anderem "als Ostumfahrung Bremens den Ausbau des EVB Netzes Bremerhaven-Bremervörde-Zeven-Rotenburg (Wümme), die Schaffung von Kreuzungs- und Überholmöglichkeiten und die Elektrifizierung der Nebenstrecken". Was den Jade-Weser-Port angeht, regt Rode "die Umfahrung Oldenburgs" an, die die Strecken Wilhelmshaven-Oldenburg und Oldenburg-Leer direkt miteinander verbinde. Auf dieser Strecke könnten Güterzüge direkt ins Ruhrgebiet fahren.


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