Wie berichtet, hatte unsere Zeitung gemeinsam mit der Agentur construktiv, die die Gedenk-Aktion im Internet betreut (www.berlintwitterwall.com) zum Wettbewerb für die Gestaltung des Mauersteins aufgerufen. Unter den Einsendungen wählte eine vierköpfige Jury schließlich den Siegerentwurf aus. Mit Lydia Glimm hatten sich neben weiteren Einsendern auch ihre Mitschüler von der Berufsoberschule für Gestaltung am Schulzentrum an der Alwin-Lonke-Straße beteiligt. Die 19-jährige Siegerin will mit ihrem Entwurf „Gefühle wie Freude, Freundschaft und Menschlichkeit“ ausdrücken, wie sie erklärt.
Auch wenn sie erst nach dem historischen Ereignis geboren wurde: Es hatte für Lydia Glimm ganz konkrete Folgen. Sie wurde in Stralsund geboren und kam erst vor sieben Jahren mit ihren Eltern nach Bremen. „Ohne den Mauerfall wäre ich heute nicht hier“, sagt sie. Die Erinnerung daran müsse wachgehalten werden. Ähnlich äußerte sich auch Bürgermeister Böhrnsen. Er sei sehr froh, dass auch Bremen mit einem Stein dabei sei, wenn in Berlin am kommenden Montag „die Mauer zum zweiten Mal fällt“. Der Schriftzug „Gemeinsam Freundschaft erleben“ sei „eine Aufforderung an uns alle“.

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