Symbolischer Mauerfall

 - 02.11.2009

Bremer "Stein" ist auf dem Weg nach Berlin

Von Ben Zimmermann
Bremen. Die Entscheidung ist gefallen: Der Entwurf von Lydia Glimm für die Gestaltung des Bremer Mauersteins ist der beste. Nach ihrer Idee ist nun der 2,50 Meter große Styropor-Quader von dem Künstler Christoph Reiprich gestaltet worden. Von Bremens Bürgermeister Jens Böhrnsen signiert, ging der Stein gestern auf die Reise nach Berlin. Dort wird er am 9. November zum 20. Jahrestag des Mauerfalls mit rund 1000 weiteren Quadern aufgestellt. Wie Dominosteine sollen sie dann umfallen und so das historische Ereignis von 1989 symbolisieren.
Noch eine Signatur, dann geht’s auf Reisen: Bürgermeister Böhrnsen setzte gestern seinen Schriftzug auf den Bremer Mauerstein, der anschließend nach Berlin gebracht wurde.
Noch eine Signatur, dann geht’s auf Reisen: Bürgermeister Böhrnsen setzte gestern seinen Schriftzug auf den Bremer Mauerstein, der anschließend nach Berlin gebracht wurde.

Wie berichtet, hatte unsere Zeitung gemeinsam mit der Agentur construktiv, die die Gedenk-Aktion im Internet betreut (www.berlintwitterwall.com) zum Wettbewerb für die Gestaltung des Mauersteins aufgerufen. Unter den Einsendungen wählte eine vierköpfige Jury schließlich den Siegerentwurf aus. Mit Lydia Glimm hatten sich neben weiteren Einsendern auch ihre Mitschüler von der Berufsoberschule für Gestaltung am Schulzentrum an der Alwin-Lonke-Straße beteiligt. Die 19-jährige Siegerin will mit ihrem Entwurf „Gefühle wie Freude, Freundschaft und Menschlichkeit“ ausdrücken, wie sie erklärt.

Auch wenn sie erst nach dem historischen Ereignis geboren wurde: Es hatte für Lydia Glimm ganz konkrete Folgen. Sie wurde in Stralsund geboren und kam erst vor sieben Jahren mit ihren Eltern nach Bremen. „Ohne den Mauerfall wäre ich heute nicht hier“, sagt sie. Die Erinnerung daran müsse wachgehalten werden. Ähnlich äußerte sich auch Bürgermeister Böhrnsen. Er sei sehr froh, dass auch Bremen mit einem Stein dabei sei, wenn in Berlin am kommenden Montag „die Mauer zum zweiten Mal fällt“. Der Schriftzug „Gemeinsam Freundschaft erleben“ sei „eine Aufforderung an uns alle“.



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