Unter Buchfreunden ist es ein bekanntes Problem: Man sieht im Geschäft das richtige Buch vor lauter Bestsellern nicht. Empfehlungen und Kritiken gibt es in großer Menge, doch woher weiß der Käufer, welche auf seine Wünsche und Bedürfnisse passen? Beim Internetportal lovelybooks.de gibt es Antworten.
Was last.fm für die Musik ist, ist lovelybooks für die Literatur. Ende 2006 begann die aboutbooks GmbH aus Stuttgart, die aus den USA stammende Idee einer Buchcommunity in Deutschland zu etablieren. Knapp drei Jahre später vermeldet das Portal bereits über 35.000 registrierte Mitglieder. Dabei setzt das "myspace für Bücher" auf ein Prinzip, das spätestens seit wikipedia im Netz sehr beliebt ist: die freiwillige Mitarbeit der Nutzer.
Der Grundgedanke ist simpel, fast schon demokratisch und typisch für das Internet: Die Leser sollen sich gegenseitig bei der Buchsuche helfen. Und das mit ihren ganz privaten Meinungen und Erfahrungen. Das funktioniert so: Jeder interessierte Buchfan kann sich kostenlos ein Profil zulegen und dort sein Bücherregal virtuell abbilden. Zudem kann er jedes Buch bewerten und es mit einer Rezension versehen, die dann von den anderen Mitgliedern gelesen werden kann.
Wie wird eine Rezension zum Buchtipp?
Die Rezensionen sind das Herzstück des Portals: Über 80.000 gibt es schon, täglich kommen rund 400 weitere dazu. Doch wie wird die persönliche Meinung eines fremden Menschen nun zu einem Buchtipp? Ein gutes Buch ist eben Geschmackssache. Entscheidend ist dafür also nicht nur, was geschrieben wird, sondern auch, von wem es geschrieben wird.
Auch hier bietet lovelybooks Orientierung durch Transparenz: Der Leser kann sich in die Buchregale des Rezensenten klicken und dort nach Gemeinsamkeiten suchen. So erfährt er mehr über dessen Geschmack und kann die Rezension besser einordnen. Nach dem Prinzip "ähnliche Menschen lesen ähnliche Bücher" ermittelt lovelybooks zudem "Nachbarn" für jedes Mitglied. Diese haben eine vergleichbare Bibliothek und bieten sich daher ganz besonders gut als Tippgeber und Inspiration an.
"Buchgefährten"-Gruppe gibt es auch in Bremen
Neben den Rezensionen gibt es bei lovelybooks auch eine klassische Comunity. In Gruppen können sich Mitlgieder über Lieblingsautoren, Gedichte und alle weiteren Themen rund um die Literatur austauschen. Dazu gibt es regemäßige Testleserunden für Neuerscheinungen, Buchverlosungen oder auch Wahlen zur "Rezension des Jahres" oder den "Leserpreis 2009".


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