Isolierung, Dämmung, Klima, Entsorgung – das sind die vier Bereiche, die die Schließung der Dauerausstellung und der Räume für Sonderpräsentationen für voraussichtlich sechs Monate erforderlich machen. Dafür stellt das Land einen Betrag in Höhe von 2,5 Millionen Euro zur Verfügung. Mit diesem Geld soll nach den Planungen die Fassade gedämmt und das Flachdach isoliert werden.
Zudem erhält das Museum eine Anlage zur energetischen Wärmerückgewinnung, mit der zukünftig eine Reduzierung der Heizkosten erreicht werden soll. Außerdem muss die Kanalanlage saniert werden. Von großer Bedeutung für die zukünftige Ausstellungstätigkeit ist die Erneuerung der Klimatechnik, weil davon die Bereitstellung kostbarer Leihgaben und die langfristige Sicherung kostbarer Kulturgüter in der Dauerausstellung abhängig ist. Hier hat es in der Vergangenheit wegen der großen Fensterfronten an der Südseite des Haupthauses Probleme gegeben.
Bis zur Schließung des Haupthauses können Besucher die aktuelle Sonderausstellung „Voll abgefahren“, aber keine weiteren Sonderpräsentationen sehen. Während der Sanierungsphase soll zumindest zeitweise versucht werden, das Schaumagazin offen zu halten. Das Veranstaltungsprogramm muss dagegen komplett ins Haus Riensberg und die anderen Gebäude auf dem Museumsgelände verlegt werden.
Erst nach Abschluss der Sanierungsarbeiten im Winter 2012/2013 wird das Focke-Museum seinen Besuchern wieder große Sonderausstellungen anbieten können. In Vorbereitung ist schon jetzt das Projekt „Graben für Germanien“, das von März bis September 2013 Einblicke in die Archäologie der NS-Zeit geben wird und Ergebnisse eines aktuell laufenden großen Forschungsprojekts dokumentiert.
Für das laufende Jahr rechnet das Museum mit einem Besucherrückgang. 2011 zählte das Haus knapp 60.000 Gäste.








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