Auf den ersten Blick ist es ein ungewöhnlicher Ort, den sich die Macher der aktuellen Weserburg-Ausstellung „Worst Case Scenario“ für ihre Aktion ausgesucht haben. Am 4. und 18. Februar können jeweils vier Personen für anderthalb Stunden eine Suite des Atlantic Grand Hotels beziehen. Doch das hat durchaus seine Berechtigung. Denn dort wird zeitgleich in zwei Räumen John Smiths Werkserie „Hotel Diaries“ gezeigt. Über die Hälfte der Plätze ist am Donnerstagvormittag bereits vergeben gewesen, doch zehn Personen können sich noch anmelden.
Dass das nicht immer ohne Komplikationen abläuft, erzählt Dietrich Reusche, Pressersprecher der Weserburg, schmunzelnd: „Die Besucher können in der Suite eigentlich machen was sie wollen, doch wir hatten auch schon ein Paar, das die Suite für sich alleine haben wollte. Es war eindeutig, was die beiden vorhatten." Ganz so liberal geht es dann doch nicht zu. Die Suite wird immer nur an vier Personen vergeben. Ohne romantische Hintergedanken. Auf zwei großen Fernsehern laufen im Wohn- und Schlafbereich sieben Filmsequenzen insgesamt 79 Minuten lang. Je nach Nachfrage überlegen die Organisatoren in der Weserburg, das Erlebnis in der Suite noch einmal zum Ende der Ausstellung anzubieten.
In sieben Filmsequenzen wird in den „Hotel Diaries“ aus verschiedenen Hotels der „Krieg gegen den Terror“ der Bush- und Blair-Ära zwischen 2001 und 2007 erzählt. John Smith spielt darin mit dem Zufall und lässt das Hotelzimmer zum Filmset werden. „Architektur, Möblierung und Dekoration bestimmen die kleinen Entdeckungen des Filmmachers und verknüpfen diese mit den Ereignissen in der Welt“, heißt es in der Pressemitteilung über die Werkserie. Die Ausstellung „Worst Case Scanario“ ist noch bis zum 25. März in der Weserburg zu sehen.
"Im Hotel mit John Smith" findet am 4. und 18. Februar um 16, 18 und 20 Uhr statt. Der Eintritt ist kostenlos, jedoch ist eine Anmeldung notwendig. Interessierte können sich unter mail@weserburg.de oder der Telefonnummer 0421/598390 melden.





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