Passanten haben in den vergangen Tagen beobachtet, wie sich die Feuchtigkeit hartnäckig an den Scheiben hält und sich besorgt gefragt, ob das die wertvollen Kunstwerke im Inneren des Gebäudes beeinträchtigt. Kunsthallen-Mitarbeiter Andreas Kreul gibt auf Nachfrage von WESER-KURIER Online Entwarnung. "Die Kunstwerke sind nicht gefährdet," versichert der Kurator. Denn die Feuchtigkeit gelange gar nicht ins Innere des Gebäudes.
Die Kunsthalle ist doppelt verglast, erklärt Kreul. Von außen seien nur die historischen Fenster zu sehen, die bei der umfassenden Sanierung in den vergangenen Jahren aus Denkmalschutzgründen nicht verändert werden durften. Um das Gebäude dennoch nach modernen Standards abdichten zu können, wurden laut Kreul zusätzliche Fenster von innen eingesetzt. Diese Fenster halten die Feuchtigkeit, die durch die alten Fenster von außen eindringt, im Zwischenraum und schützen so das Innere des Gebäudes. Die Kunstwerke bekommen laut Kreul nichts ab.
Ganz zufrieden ist Kreul mit dieser Situation allerdings nicht. Sobald die Munch-Ausstellung beendet ist, sollen die inneren Fenster noch einmal nachjustiert werden. Allzu viel Zeit bleibt den Handwerkern allerdings nicht - Ende März steht bereits die nächste große Ausstellung an.
Doch es zwickt auch noch an einer anderen Stelle der frisch sanierten Kunsthalle. Das LED-Spruchband an der Fassade ist kaputt. Von den sechs Einheiten funktionieren laut Kreul zwei gar nicht, so dass sich die Kunsthalle entschieden hat, das ganze System abzustellen. Kreul vermutet, dass beim Aufbau einige Kabel falsch geschaltet worden sind. Sobald es etwas wärmer ist, soll auch hier nachgebessert werden.
Die Kunsthalle hat viel Geld in die Sanierung und Erweiterung investiert und doch funktioniert nicht alles reibungslos - das ist ärgerlich. Von einem "Bauschaden" will Kreul indes nicht sprechen. "Das halte ich für zu dramatisch", sagt er.








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