Unter dem Motto „Heißer Sommer für Atompolitiker“ haben sich Demonstranten am Montag in über 50 Städten vor den Wahlkreisbüros der Abgeordneten von CDU/CSU und FDP versammelt. In der Region fanden unter anderem Aktionen in Hannover, Verden, Wildeshausen, Lüchow und Osnabrück statt.
Dazu hat das Kampagnen-Netzwerk „Campact“ aufgerufen, das bei dieser Aktion den Politikern ihre Erklärung „Atomkraft abschalten“ überreichen wollte, die bereits über 150.000 Menschen unterzeichnet haben sollen. In Bremen haben die Bundestagsabgeordneten Torsten Staffeldt (FDP) und Bernd Neumann (CDU) diese Erklärung von den Atomkraftgegnern bekommen, die sie lautstark davon überzeugen wollen, sich bei Bundeskanzlerin Angela Merkel für einen Verzicht auf längere Laufzeiten für die Atomkraftwerke einzusetzen.
Hintergrund der Proteste ist die Überlegung der Bundesregierung, Atomkraftwerke weiter am Netz zu lassen. Derzeit wird eine Verlängerung der Restlaufzeit überprüft, so Wirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP), der mit damit rechnet, „dass wir die Kernkraft noch mindestens 15 Jahren brauchen“.
In den nächsten Wochen sind weitere Aktionen wie Flashmobs und Telefonaktionen geplant. Am 18. September soll es eine Großdemonstration in Berlin geben.
Proteste auch in Verden
Etwa 60 Demonstranten protestierten heute Mittag vor dem Verdener Büro des Bundestagsabgeordneten Andreas Mattfeldt (CDU) gegen die von der Bundesregierung geplante Verlängerung der Laufzeiten von Atomkraftwerken.
Die Aktion war Teil eines bundesweiten Protestes, den das in Verden ansässige Kampagnennetzwerk Campact unter dem Stichwort Atom-Alarm in 60 Städten organisiert hatte. Die 60 Kinder und Erwachsenen standen – zeitweise bei heftigem Regen - vor dem Büro des Abgeordneten in der Bahnhofstraße und machten mit Tröten, Rasseln, Topfdeckeln und Trillerpfeifen ihrem Unmut lautstark Luft.
Andreas Mattfeldt war nicht in Verden, er befindet sich auf dem Rückweg vom Familienurlaub nach Hause.





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