Die Demonstranten könnten zwar nichts gegen die Kürzungen der schwarz-gelben Bundesregierung machen, wollten aber vom Land Bremen acht Millionen Euro zum Erhalt der bisherigen Stellen haben, sagt der Verbund arbeitsmarktpolitischer Dienstleister in Bremen.
Betroffen von den Kürzungen ist das Bremer Geschichtenhaus. Yvonne Mehnert spielt die Fisch-Lucie, ehrenamtlich, und sie geht davon aus, dass sie bald keine Tätigkeit mehr hat: „Wenn wir die Ein-Euro-Jobber entlassen, müssen wir schließen.“ Beim Bremer Lehrgarten, wo 1000 Kinder lernen, wie man Obst anbaut und sich gesund ernährt, sollen von 25 Ein-Euro-Stellen 23 gestrichen werden. „Dann können wir dicht machen“, sagt Leiterin Angela Landt. Esther Lindau ist dort Ein-Euro-Jobberin und seit sechs Jahren arbeitslos. „Wenn das bisschen Arbeit wegfällt, habe ich keinen Grund mehr aufzustehen. Dabei denke ich, dass ich etwas Sinnvolles tue.“
Staatsrat Joachim Schuster stellte sich den 2000 Demonstranten, versuchte unter Buhrufen zu beschwichtigen. Keiner müsse Angst haben, von heute auf morgen arbeitslos zu werden. „Es wird Übergangszeiten geben, ich verspreche, dass wir eine weiterhin gute Trägerlandschaften versuchen werden“, sagte er. Esther Lindaus Vertrag läuft im Dezember aus.
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