Rund 15 Aktivisten haben sich am Dienstagmorgen vor dem Bremer Rathaus versammelt. Sie forderten Bürgermeister Jens Böhrnsen (SPD) auf, klar Stellung gegen den Einsatz von Gentechnik im Saatgut zu beziehen.
Hintergrund der Aktion: Am Freitag stimmt der Bundesrat darüber ab, ob künftig auch Saatgut, das in Teilen genmanipulierte Samen enthält, in den Handel gelangen darf. Kritiker befürchten, dass sich durch eine solche Lockerung gentechnisch veränderte Erzeugnisse in der Landwirtschaft künftig unkontrolliert ausbreiten könnten.
Genau das möchte die Bremer Bürgerinitiative mit ihrer Protestaktion verhindern: Gut 700 Unterschriften gegen die Gesetzesänderung haben die Demonstranten deshalb in den vergangenen sechs Tagen in der Hansestadt gesammelt. Rund 54.000 Stimmen kamen bei vergleichbaren Aufrufen in anderen Bundesländern zusammen. Die Demonstration in Bremen zeigte bereits ersten Erfolg.
Senatssprecher Herrmann Kleen gesellte sich am Dienstagmorgen zu den Demonstranten und versprach: „Bremen wird am Freitag in Berlin gegen eine Lockerung des Verbots stimmen. Schließlich führen wir seit Januar 2011 einen Titel als Gentechnikfreie Region – und das soll auch in Zukunft so bleiben.“


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