Die Umweltbehörde hat in Zusammenarbeit mit der Bürgerinitiative und dem Neustädter Beirat eine vorläufige Liste mit Vorschlägen zur Müllvermeidung am Werdersee erarbeitet, die am 21. Februar in einem internen Gremium präsentiert wurde. "Alle Seiten waren mit dem Ergebnis hochzufrieden", bestätigt der Neustädter Ortsamtsleiter Claus-Peter Fischer. Allerdings fehlte noch die Zustimmung des zuständigen Staatsrates beziehungsweise des Senators.
Einvernehmlich seien sich alle Beteiligten darüber einig gewesen, dass innerhalb einer vorgegebenen Frist die Antwort der Behörde abgewartet werde, bevor die Ergebnisse in die Öffentlichkeit getragen werden. Auf der kommenden Neustädter Beiratssitzung am 24. März sollten die vereinbarten Verordnungen vorgestellt werden. Der Sprecher der Initiative "Rettet den Werdersee", Gerhard Bomhoff, hat jedoch festgestellt, dass die Müllvermeidung am Werdersee auf der aktuellen Tagesordnungsliste fehlt.
Die vorläufigen Vorschläge lauten wie folgt: Die Regelungen am Werdersee sollen als Pilotprojekt für Bremen umgesetzt werden, so dass mit Hilfe der Polizei ein bis zwei Jahre lang ein Signal gesetzt wird. Es soll ein Grillverbot mit Ausnahme von drei ausgewiesenen Grillplätzen im Badebereich geben. Die gekennzeichneten Grillplätze sollen mit entsprechenden Abfallbehältern ausgestattet werden. Zudem soll ein grundsätzliches Verbot des Abbrennens von Feuer verhängt werden. Auch eine zusätzliche Müllabfuhr an den Grillwochenenden um 18 Uhr ist in dem vorläufigen Konzept vorgesehen.
"Von der Umweltbehörde auf den Arm genommen"
"Wir fühlen uns von der Umweltbehörde auf den Arm genommen", empört sich Gerhard Bomhoff. Er vermutet, dass die Behörde im Vorfeld der Bürgerschaftswahl am 22. Mai aus wahltaktischen Gründen auf Beschlüsse wie "Grillverbot am Werdersee" oder "Verbot des Abbrennens von Feuer" verzichten will.
Klaus-Peter Fischer, Leiter des Neustädter Ortsamtes, bezieht sich auf die interne Vereinbarung, die im Februar mit der Umweltbehörde getroffen wurde: "Sobald wir ein positives Signal seitens der Hausspitze bekommen, nehmen wir das Thema öffentlich auf die Tagesordnungsliste der Beiratssitzung auf. Wir wollen uns intensiv dafür einsetzen, das Chaos am Werdersee zu beseitigen." Leider sei bisher kein Signal der Behörde erfolgt. Deshalb müsse der Beirat sich an das Stillhalteabkommen halten und könne das Thema "Werdersee" nicht auf die Tagesordnung stellen.


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