Nach Schätzungen von Polizei und Veranstaltern waren etwa 200 Menschen zu der Kundgebung gekommen. „Uns geht es um ein lebenswertes Bremen für alle“, heißt es unter anderem in ihrem verlesenen Manifest. Im Zentrum der Kritik steht der grüne Bausenator Reinhard Loske. Ihm widmeten die Initiativen ein gemeinsam verfasstes Spottlied. „Bald kommt Loske auch zu dir, mit dem kleinen grünen Beilchen hackt er alles ab vor deiner Tür“, schallte es über die Wilhelm-Kaisen-Brücke.
„Unsere Interessen werden nicht ernstgenommen“, sagte Sigrid Grote von der Initiative „Bremer am Fluss“. „Unsere Argumente werden nicht gehört und das, obwohl wir die Unterstützung der Beiräte haben.“ Häufig wischten die Regierenden die Argumente der Initiativen mit dem Hinweis vom Tisch, man müsse „gesamtstädtische Interessen“ wahren, ärgerte sich Sigrid Grote. „Man fühlt sich, als ob man gegen eine Gummiwand läuft.“
Die angekündigte Stärkung der Beiratsrechte und der Ausbau des Bürgerengagements seien bislang nur „Worthülsen, die keinen Eingang in das politische Handeln gefunden haben“, kritisierten „Initiativen für Bremen“. Die Stadt dürfe sich nicht nur an wirtschaftlichen Interessen orientieren, sondern müsse die Bedürfnisse aller im Blick haben.


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