Der Antrag soll die Rechtmäßigkeit der Forschung klären, bis über den Widerspruchsbescheid des Senats entschieden ist. Damit könnte Kreiter vorerst weiterarbeiten.
Schadet Rot-Grün mit seiner Taktik dem Wissenschaftsstandort Bremen?
Die Gesundheitsbehörde hatte 2008 den Antrag Kreiters abgelehnt, weiterhin für seine Grundlagenforschung mit den Affen zu experimentieren. Einen Widerspruch Kreiters hatte die Behörde ebenfalls negativ beschieden.
Die Uni Bremen bereitet sich jetzt darauf vor, vor dem Verwaltungsgericht grundsätzlich gegen diesen Bescheid zu klagen, der das Aus für Kreiters Forschung bedeuten würde.
Damit geht die Auseinandersetzung um die Makakenversuche in eine neue Runde - während viele Bremer die Arbeit Kreiters ablehnen, stößt dies bei der Uni auf Unverständnis. Die Hochschule weist darauf hin, dass das Projekt vom Bundesforschungsministerium gefördert wird, weil es unter anderem um neue Ansätze in der Therapie von Epilepsie geht. Dafür gebe es derzeit keine Alternativen. Außerdem erfülle der Hirnforscher seit zwölf Jahren alle Auflagen des Tierschutzgesetzes. Uni-Rektor Müller befürchtet, dass das Ansehen des Wissenschaftsstandortes Bremen durch das Hin und Her um die Arbeit des Professors beschädigt wird.

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