Er gestehe ein, dass die von ihm gewählte Wortwahl und Redewendungen des Blog-Eintrags "unangemessen und falsch" gewesen seien, schreibt Engelmann auf seiner Internetseite. „Um Schaden von meiner Partei, meinem privaten Umfeld und mir persönlich fern zu halten, lege ich hiermit unverzüglich meine beiden in der JU und CDU noch bestehenden Ämter nieder.“
Engelmann war seit August vergangenen Jahres Vorsitzender des Metropolverbands Bremen der Jungen Union und Vorstandsmitglied im CDU-Ortsverband Findorff und im Stadtbezirksverband Westen. Bis zur Wahl im Mai gehörte der 32-Jährige zudem der Bildungsdeputation und der Deputation für Arbeit und Gesundheit an.
Malte Engelmann ist von allen Ämtern in der CDU und der Jungen Union zurückgetreten. War dieser Schritt notwendig.
Engelmann hatte mit seinen Äußerungen in der eigenen, ohnehin schon krisengeschüttelten Partei für blankes Entsetzen bis hin zu Wut gesorgt. Auf seiner Internetseite hatte der frühere Vorsitzende der Jungen Union (JU) und heutige Chef des JU-Metropolverbands eine Einladung der christdemokratischen Bürgerschaftsfraktion zu einem Iftar-Essen kommentiert, mit dem im muslimischen Fastenmonat Ramadan das traditionelle Fastenbrechen zelebriert wird. "Deutsche! Kauft nicht beim Juden!!!", heißt es in dem Eintrag von Malte Engelmann, der gleich anschließend in Anspielung auf den stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden Heiko Strohmann ergänzt: "Äh, ich mein: Heiko!!! Koch nicht für den Muselmann!!!"
In seinem Text kommentierte Malte Engelmann ausführlich das gemeinsame Essen: "Naja, also zu Heiko. Wollte in einen Dialog mit den Museltypen treten. Ja, voll dumm. Also Kinder: Es gibt in unserer Welt Muselleute. Die sind wie Christen, nur halt muselig. Und die feiern so doofe Sachen wie Ramadan. Ist doof, aber egal. Und der Heiko hat gesagt: Macht man! Ich lad euch zum Essen ein. Total doof, der Heiko."
"Nicht für jeden eindeutig als Satire zu verstehen"
Er habe der seiner Ansicht nach unberechtigten Kritik am Iftar-Mahl mit einem satirischen Beitrag begegnen wollen, schreibt Engelmann in seiner Rücktrittserklärung. Dabei habe er sich stilistischer Mittel bedient, wie sie aus der Rubrik der „Ach- und Krachgeschichten“ des NDR-Satiremagazins Extra3 bekannt sind. „Leider habe ich offensichtlich falsch eingeschätzt, dass Redewendungen und Wortwahl meines Blog-Eintrages nicht für jeden Leser eindeutig als Satire und Ironie zu verstehen sind.“
Es sei keineswegs seine Intention gewesen, Anhänger von Religionsgemeinschaften in ihren Gefühlen zu verletzten. „Sollte dies durch die Verwendung von satirischen Stilmitteln bedauerlicherweise doch geschehen sein, entschuldige ich mich hiermit bei ihnen selbstverständlich in aller Form.“
Er distanzierte sich ausdrücklich von jeglichem rechtsradikalen und antisemitischen Gedankengut. „Wer mich kennt, weiß, dass mir dieses völlig fern liegt und ich mit meinem Blog derartigem Gedankengut sogar entgegentreten wollte.“


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