Die Nacht sei ruhig verlaufen und die Schüler haben die Räume ordentlich hinterlassen, so LGO-Oberstufenleiter Martin Kurp auf Nachfrage von WESER-KURIER Online.
Zusammen mit Jugendlichen anderer Schulen ist in Kleingruppen Forderungen an die Bildungsbehörde erarbeitet worden. Steffen Maurer, einer der Teilnehmer der Aktion "Fort Bildung", sprach von rund 150 Schülerinnen und Schülern, die an der LGO dabei gewesen seien. Im Plenum ist bis in den späten Abend beraten worden, die Aktion insgesamt war geplant bis zum Unterrichtsbeginn am Morgen. Nach dem Gymnasium Hamburger Straße und dem Kippenberg-Gymnasium ist die dritte Schule besetzt worden.
Drei Themen stehen für die Schüler im Vordergrund: Statt Bildungsfinanzen zu kürzen sollte mehr Geld ins Schulsystem fließen. Zudem fordern sie Demokratisierung durch Beteiligung von Schülervertretungen an den politischen Entscheidungen, etwa in Deputationen der Bürgerschaft. Außerdem formulierten sie Forderungen zur Bildungspolitik wie eine bessere Qualifizierung der Lehrkräfte. Die Beteiligung an Entscheidungen, so hieß es, habe besondere Bedeutung, denn bei den Kürzungen hätten fehlende Informationen für Unmut unter den Schülern gesorgt.
Die Bildungsbehörde erklärte sich bereit, bei einem Treffen den Schülern relevante Zahlen zu liefern und mit ihnen zu diskutieren. LGO-Oberstufenleiter Martin Kurp hatte die Aktion nicht genehmigt, verzichtete aber auf Einschreiten: "Wir wollen nichts eskalieren lassen", sagte er und vertraute darauf, dass die Jugendlichen die Räume zum Unterrichtsbeginn um acht Uhr verlassen werden. Kurp zeigte Verständnis für die Forderungen der Schüler nach Verbesserungen im Bildungssystem.


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