Seit 1990 seien mindestens 180 Menschen durch rechte Schläger zu Tode gekommen, sagte eine Rednerin des Bündnisses „Rechte Gewalt stoppen“. Auf großen Schildern hielten Demonstranten die Namen der türkischen und griechischen Opfer hoch. Sie seien allesamt Opfer eines rassistischen Wahnsinns geworden.
Ihre Angehörigen seien diffamiert worden, hätten sich die Ermittlungen nach den Morden doch zunächst gegen sie gerichtet. Bei den Männern, die als Selbständige arbeiteten, sei jahrelang nur an Verstrickungen in mafiöse Geschäfte gedacht worden. Der Sprecher des Bündnisses, Paul Stahrenberg, kritisierte in einer Pressemitteilung, dass die Gefahren von rechts viele Jahre lang verharmlost worden seien. Gelder für Initiativen und Jugendeinrichtungen, die gegen Rassismus arbeiteten, seien dagegen gekürzt worden.
Die Sprecherinnen und Sprecher des Bündnisses forderten mehr Geld für antifaschistische Gruppen, statt den Verfassungsschutz weiter auszubauen. Dieser habe in der Vergangenheit V-Leute und damit aktive Nazis „großzügig entlohnt“ und sei auf diese Art zu einem Finanzierungssystem für militante Nazis geworden. „Es sind Menschen gestorben. Menschen mit Familie, Freunden, Träumen und einer Geschichte“, so ein Sprecher. Zugleich kritisierten sie Medien wie Polizei, die Mordserie als „Döner-Morde“ zu titulieren.


Regenwahrscheinlichkeit:


