Angelo Caragiuli, der gestern für eine Stellungnahme nicht zu erreichen war, hatte die Führung der stadtbremischen SPD-Gliederung zunächst im April 2009 übernommen. Hintergrund war damals der überraschende Amtsverzicht von Peter Kruse, der nach lediglich einem Jahr mit dem Hinweis auf gesundheitliche Probleme die Funktion abgegeben hatte. Nachfolger Angelo Caragiuli bekam auf dem Wahlparteitag eine deutliche Mehrheit.
Bei der Wahl im folgenden Jahr für die turnusmäßige Amtsperiode von zwei Jahren bis 2012 war Angelo Caragiuli, Verwaltungswissenschaftler und bei der Bremer Straßenbahn AG beschäftigt, dann als Chef des sozialdemokratischen Unterbezirks Stadt bestätigt worden. Zu seinen politischen Postulaten gehörte unter anderem, dass der Unterbezirk klare inhaltliche Schwerpunkte setzen und diese deutlich nach außen transportieren solle, auch um zusätzlich Interessenten für die Arbeit in der SPD zu gewinnen.
Ob dies gelungen ist? Dazu sind in der SPD Bremen-Stadt unterschiedliche Einschätzungen zu hören. Jedenfalls gibt es bereits seit Längerem die Überlegung, ob nicht doch die Zeit für einen Wechsel gekommen sei. Eine Kandidatur von Uta Kummer hat dabei spürbar Konjunktur. Die Ingenieurin, Jahrgang 1966, kann auf ein langjähriges Engagement bei den hansestädtischen Sozialdemokraten verweisen. Sie ist seit 1990 Mitglied der Partei, hatte zunächst Erfahrungen in der Beiratsarbeit gesammelt, um dann 1999 als Abgeordnete in die Bürgerschaft einzuziehen. Dort arbeitete sie zwölf Jahre in der Fraktion mit - unter anderem als baupolitische Sprecherin der SPD-Parlamentarier. Mit der Wahl im Mai vergangenen Jahres lief ihr parlamentarisches Mandat aus.



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