Gleichwohl sei er "guten Mutes", dass sich der politische Horizont für die FDP wieder aufhelle. Und weil das neue Jahr ohne Landtagswahl und damit ohne Wahlkampf sei, könnten sich die Liberalen "konzentriert an die Sacharbeit" machen.
Hilz zitierte eine Rangliste, auf der 50 Städte nach verschiedenen Kriterien platziert worden seien. Es sei "beschämend" für einen Wirtschaftsstandort wie Bremen, wenn er in der Bewertung der Infrastruktur an Nummer 44 stehe. Und beim Vergleich des Verwaltungshandeln tauche Bremen sogar erst an 48. Stelle auf. Der FDP-Chef kritisierte unter anderem die Bildungspolitik und die Einführung der Bettensteuer, die Arbeitsplätze gefährde.
FDP-Bundestagsabgeordneter Torsten Staffeldt wagte beim Neujahrsempfang einen, wie er betonte, "etwas spöttisch" gemeinten Rückblick - nicht auf 2011, sondern vorausschauend schon auf 2012. Er verwies darauf, dass SPD-Bürgermeister Jens Böhrnsen jüngst betont habe, niemand wolle Atomtransporte. Dieses habe der Regierungschef, so Staffeldt in seiner fiktiven Rückschau auf das Jahr, im Februar 2012 noch einmal aufgegriffen und dabei eine Kalenderreform propagiert: "Niemand will den 29. Februar" . Schließlich wolle niemand einen Tag länger arbeiten. Im Frühjahr sei dann die Parole gefolgt: "Niemand will Ostern." Dies hätten ihm seine SPD-Parteifreunde eingeflüstert, die als Laizisten die strikte Trennung von Staat und Kirche forderten.
Gastredner Gero Hocker, Generalsekretär der niedersächsischen FDP, erinnerte daran, dass es die FDP 1994 in Hannover nicht in den Landtag geschafft habe. Neun Jahre habe die Partei gebraucht, um den Wiedereinzug zu schaffen. Hocker: "Ich bin der festen Überzeugung, in Bremen wird es nicht so lange dauern."


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