Im Jahr 2000 zählten die Behörden 82 Fälle, in denen Menschen gebissen wurden, 2008 waren es insgesamt 69. Ein Tiefstand wurde 2005 mit 34 Vorfällen erreicht. Weshalb Hunde seitdem wieder vermehrt zubeißen, lässt sich nach Angaben des Berichts nicht erklären. Vor neun Jahren hatten dabei 28 Hunde der Rassen Pit-Bull-Terrier, Bullterrier, American Staffordshire Terrier und Staffordshire Bullterrier zugebissen. Die so genannten Kampfhunde waren damit in etwa 34 Prozent aller Fälle die Schuldigen. Diese Zahl hat bis zum letzten Jahr deutlich abgenommen: 2008 zeigten sich drei Kampfhunde bissig. Die genannten Rassen waren noch in vier Prozent aller Fälle aufgefallen. Prinzipiell zeigten 0,6 Prozent aller Hunde im Land Bremen ein aggressives Verhalten.
Der schwerwiegendste Fall in den vergangenen zehn Jahren ereignete sich 2004, als ein Kampfhund seine Besitzerin in ihrer Wohnung tot biss. Ein Pitbull verletzte zwei Kinder im Jahr 2008. Im Juni dieses Jahres erschoss die Polizei einen türkischen Hirtehund, nachdem er zwei andere Hunde und deren Halter gebissen hatte. Hier ist noch unklar, ob das Tier an Tollwut erkrankt war.
Im Land Bremen waren im vergangenen Jahr 230 Kampfhunde angemeldet, 2001 waren es noch 570. Insgesamt sind die Zahlen der im Land gemeldeten Hunde mit rund 18.500 Tieren aber stabil. Das aktuelle "Gesetz über das Halten von Hunden" schreibt vor allem Besitzern von Kampfhunden gewisse Regeln vor. Dazu zählt beispielsweise, dass die Kampfhunde in der Öffentlichkeit stets einen Maulkorb tragen müssen. Zudem sind deren Besitzer verpflichtet, ihre Eignung nachweisen, indem sie einen Lehrgang oder eine andere Ausbildung besuchen.

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