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Das Institut für Geschichtswissenschaft geht dazu eine Kooperation mit Finanzressort ein. Finanzsenatorin Karoline Linnert (Grüne) betonte, es solle unter anderem untersucht werden, auf welchen Wegen ab 1933 die ökonomische Existenz der Juden in Bremen zerstört wurde und welche Rolle dabei die Bürokratie mit ihrer damaligen „Schein-Gesetzlichkeit“ gespielt habe. Das Forschungsvorhaben wird von der Bremer Landesbank finanziell unterstützt.
Jaromir Balcar von der Universität Bremen skizzierte im Haus des Reichs das Forschungsvorhaben und erklärte, es solle auch der Zusammenhang zwischen der „materiellen Beraubung und physischen Vernichtung“ recherchiert werden. Zudem solle beleuchtet werden, wie schwierig sich nach 1945 die „Wiedergutmachung“ gestaltet habe. Viele Juden seien ermordet worden, viele Unterlagen nicht mehr auffindbar gewesen. Balcar: „Im Fokus steht die Frage, wie das Verwaltungshandeln bei Beraubung und ‚Wiedergutmachung‘ ausgesehen hat.“
Heute, so der Wissenschaftler, werde die Startphase des Forschungsvorhabens eingeleitet. Es würden sich Pilotstudien anschließen, und es sei ein Sammelband geplant. Später solle versucht werden, auch Drittmittel einzuwerben.



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