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Bremen-Nord. Wilhelm-Heinrich Brand hat eine Überzeugung. Der Ehrenvorsitzende der Leichtathletik-Gemeinschaft Bremen-Nord (LGN) wird nicht müde, den engen Zusammenhang von der Lernfähigkeit von Kindern und Jugendlichen und Sport zu betonen. Vor allem Laufen bringe das Gehirn in Wallung, weiß Brand. Er und die Seinen der LGN haben es in den vergangenen Jahren geschafft, vor allem Kinder spielerisch an das Laufen heranzuführen, ohne dass sie den Spaß daran verlieren. Mit etwas Glück bekommt die Leichtathletik-Gemeinschaft dafür am Montag, 7. Februar, in Berlin von Bundespräsident Christian Wulff den "Großen Stern des Sports" in Gold verliehen.
Die jährliche Auszeichnung der bundesweit besten Sportprojekte findet seit dem Jahr 2004 statt. Es ist eine vom heutigen Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und den Volksbanken und Raiffeisenbanken getragene Aktion, in die sich auch die Volksbank Bremen-Nord eingeklinkt hat. Ursprünglich sollte es nur einen Entscheid für den Landkreis Osterholz geben, in dem die Bank auch aktiv ist.
Auf Landesebene bereits erfolgreich Doch durch Brands Initiative hat es für die LGN als einzigem Verein bereits im Oktober vergangenen Jahres auf Bremer Landesebene die Auszeichnung "Großer Stern des Sports" in Silber gegeben. "Die LG Nord ist kampflos Bremer Sieger geworden", sagt Hartmut Schulz, Marketing-Leiter der Volksbank Bremen-Nord anerkennend. Er hofft, dass das Beispiel der Leichtathleten Schule macht und sich weitere Bremer Vereine an dem bundesweiten Wettbewerb beteiligen.
In die gleiche Kerbe schlägt Jürgen Linke, Vorsitzender des Kreissportbundes Bremen-Nord. Er wünscht sich, dass sich die Vereine aus Bremen-Nord und umzu an Wettbewerben wie "Sterne des Sports" bewerben. "Wir machen hier gute Arbeit", ist Linke überzeugt. Darüber müsse nur viel mehr gesprochen werden. Obwohl mit den "Sternen des Sports" seit sieben Jahren die gesellschaftliche Bedeutung der 91000 Sportvereine in den Mittelpunkt gestellt werde, sei "Sterne des Sports" noch immer ein "unterschätzter Preis". Die Vereine vor Ort hätten seine Bedeutung bislang nicht erkannt.
Dass sich Brand & Co. unter den 19 Finalisten des Wettbewerbs befinden, ist für den LGN-Ehrenvorsitzenden "eine großartige Bestätigung meiner Arbeit". Brand ergänzt: "Laufen ist ein Teil von Bildungspolitik." Dieser Überzeugung geht der pensionierte Sportlehrer schon seit mehr als zehn Jahren nach. Anno 2000 entstanden auf der Sportanlage am Löh völlig neuartige Dinge wie der Kraterkreisel, das Biathlon-Zieltor, die Wellenbahn, die Flugmulde oder der Baumstammhang. Statt ungeliebte 200 Meter auf einer Bahn herunterzuspulen, können vor allem Kinder ihrem Bewegungsdrang freien Lauf lassen und haben mächtig Spaß daran. Vor knapp drei Jahren kam der "Bewegungsgarten" hinzu, der auch gerne von Erwachsenen genutzt wird.
Geehrt wird die LG Nord zudem für den Bewegungs-Zehnkampf "Fittie", dessen Anfänge bis ins Jahr 1993 zurückreichen. In diesem Rahmen pflege der Verein engen Kontakt zu Schulen und Kindergärten. Allein im Jahr 2009 beteiligten sich mehr als 4800 Kinder an "Fittie", für 2010 gehen die Verantwortlichen von 5500 kleinen Teilnehmern aus.



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