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Vegesack. Bei einer Insolvenz geht es immer um Geld und oft um Emotionen. Da macht die Pleite der Bremer Bootsbau Vegesack (BBV) keine Ausnahme. Bernhard Hauke ist die Sorge anzusehen. Er steht neben der aufgebockten "Wietze" am Weserufer. Der Vorsitzende des MTV Nautilus ist gekommen, um für den Verbleib des Heringsloggers zu kämpfen. Als Zeichen dafür hisst er die Vereinsflagge auf dem Schiff, das vor mehr als 100 Jahren auf dem Bremer Vulkan gebaut wurde. "Gefühlt ist die ,Wietze' unser Schiff", sagt Hauke. Rechtlich gehört sie aber der BBV und ist deshalb Teil der Insolvenzmasse. Mit Mitteln des MTV wurde das total verrostete Schiff 1999 nach Vegesack gebracht. Bei der BBV sollte es renoviert werden und zum Denkmal für die Vegesacker Heringsfischerei werden. Die Arbeiten zogen sich hin, sind aber fast abgeschlossen. Nun ruhen sie auf unbestimmte Zeit. Dass die "Wietze" bald zum schicken Ausflugsziel wird, scheint ungewisser denn je.



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