Publikumsmagnet des Vormittags war der Flohmarkt in der Admiralstraße, und die Kundschaft zeigte sich kauffreudig: Zum Beispiel bei Jannis und Lucas, die ihren Stand mit den Relikten früherer Interessensgebiete ausgestattet hatten. „Über 50 Euro“ konnte Jannis schon vor der Mittagszeit verbuchen; nur noch Restbestände waren im Angebot verblieben. Die beiden Sarah-Connor-CDs etwa warteten noch auf Neubesitzer. „Sind von meiner Mutter“, beeilte sich der Zwölfjährige zu betonen.
Ilona Lochte und Beate Rink-Pohl waren ebenfalls zufrieden mit dem Verkaufserfolg. Die beiden Findorfferinnen teilten sich einen Stand und hatten allerlei Antikes und Kurioses mitgebracht. Zum Beispiel die Kollektion an Sammeltassen oder den silberfarbenen Türknauf in Form einer Damenhand: „Den wollen alle einmal in die Hand nehmen“, berichtete Ilona Lochte.
Auch in und vor den Geschäften gab es reichlich Lockmittel. Kuchenbuffets und Grillwürste, Flammkuchen und Schokoladenbrunnen: Eine hervorragende Methode, die Kundschaft von den Vorzügen ihres Stadtteils zu überzeugen, fand Frank Brunhorn, Chef des Elektronikfachgeschäftes in der Hemmstraße: „Bei uns war den ganzen Vormittag lang richtig viel los“, staunte der Fachmann, „und es kamen durchaus nicht nur die Seh-Leute.“
Zirkus-Kinder begeisterten
Vor einem begeisterten Publikum traten die Kinder des „Zirkus Turnini“ auf, die Ausschnitte aus ihrem Galaprogramm mit Einrädern, Seilen und Bällen präsentierten. Und nachdem am Nachmittag der kräftigste Regenschauer des Tages heruntergeprasselt war, gab es in der „Lilie“ noch eine Maximaldosis an musikalischer guter Laune. Die Band „Bongo in a Bubble“ spielte aus den geöffneten Fenstern des Lokals, und die Musikfans kamen in Scharen. „Tolle Musik, super Stimmung, lustige Sprüche“, schwärmte Geschäftsführer Devrim Torba. „Die Leute haben richtig Halligalli gemacht.“


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