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Für ihre öffentliche Sitzung Anfang Dezember hatte sich der Findorffer Beirat das Thema der Betreuung von Kindern unter drei Jahren auf die Tagesordnung gesetzt. Vertreter der zuständigen Behörden sollten Rede und Antwort stehen und Fragen zur aktuellen Situation und den zukünftigen Planungen der Behörde für neue Krippenplätze im Stadtteil beantworten. Für die Stadtteilpolitiker ein dringendes Problem. Ab dem Jahr 2013 haben Eltern von "U3"-Kindern einen Rechtsanspruch für die Betreuung ihrer Kinder. Die Stadt muss bis dahin sicherstellen, dass die Betreuung von 35 Prozent der Kinder garantiert ist. Auf konkrete Informationen warteten die Beiratsmitglieder und ihr Publikum allerdings vergeblich. Die Haushaltsbudgets seien erst am Vortag bekannt geworden, zu kurzfristig für eine Planung, hieß es seitens der Behörde.
Dass die Behörde nicht einmal mit aktuellen Zahlen dienen konnte, stieß bei Ausschussmitglied Jan Sörnsen (SPD) auf Unverständnis. Und dass der Stadtteil laut offizieller Sicht bei der Zahl der Betreuungsplätze gut dastünde, während die Findorffer Eltern dem Beirat von ganz anderen Erfahrungen berichteten, ärgerte Ausschussmitglied Katharina Krieger (Linke): "Will man uns weismachen, wir hätten Wahrnehmungsstörungen?", fragte sich die Linken-Bildungsexpertin. Für die Planungskonferenz, die im Rahmen einer öffentlichen Beiratssitzung im kommenden Frühjahr stattfinden soll, erwarten die Stadtteilpolitiker detaillierte Auskünfte über die Zahlen und Daten der Behörde, über neu geplante "U3"-Betreuungsplätze sowie über den Stand der Planungen an der Corveystraße.



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