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Die Stadtteilpolitiker und die Gäste der öffentlichen Sitzung nutzten die Gelegenheit, ihre Meinung vom öffentlichen Personennahverkehr im Stadtteil vorzutragen. Erstrebenswert seien bessere Taktfrequenzen und eine stärkere Anbindung bestimmter Bereiche des Stadtteils, hieß es - aber auch eine Straßenbahnverbindung gehört zu den Wünschen im Stadtteil.
Die Buslinie 23 wird ab 1. Oktober 2012 vom Hauptbahnhof aus über Bürgermeister-Smidt-Straße und Doventorstraße die Überseestadt anfahren, dabei an Europahafen, Silbermannstraße, Hochschule für Künste und Speicher XI halten und via Waller Bahnhof auch das Gewerbegebiet Bayernstraße bedienen. Möglich sei diese neue Linie durch Einsparungen, die die BSAG im Liniennetz in Bremen-Nord vornehme, erklärte Martin Nussbaum, bei der BSAG verantwortlich für Fahrplan- und Liniengestaltung.
Auf Findorff haben die Pläne direkte Auswirkungen. Die Buslinie 26 wird bereits ab Ende März nicht mehr bis in die Überseestadt fahren, sondern an der Emder Straße enden. Außerdem wird sie nicht wie bisher über die Hemmstraße zum Utbremer Ring geleitet, sondern auf geradem Weg von der Eickedorfer- in die Fürther Straße weiterfahren. Dadurch würden die Anwohner der Hemmstraße zwischen der Kreuzung Eickedorfer Straße und dem Utbremer Ring entlastet, die über den zunehmenden Verkehr vor ihren Häusern klagen. Passagiere, die bisher an der Haltestelle Hemmstraße umsteigen konnten, müssen in Zukunft längere Wege in Kauf nehmen.
Als Standort für die neue Haltestelle der Linie 26 favorisiert die BSAG den Eingangsbereich der Fürther Straße, direkt hinter der Fußgängerampel. Von den Ausschussmitgliedern bekam die BSAG den Auftrag zu prüfen, ob eine Haltestelle vor der Kreuzung eine Alternative sein könnte.
Vor allem die Bewohnerinnen und Bewohner am Weidedamm III und in bestimmten Bereichen des Ortsteils Regensburger Straße möchten eine bessere Anbindung an den ÖPNV, gab Beiratsmitglied Christine Cramm (Bündnis 90/Grüne) dem BSAG-Vertreter zu bedenken. Sie schlug eine dichtere Taktung der Buslinien 27 und 28 vor.
Auch Birgit Busch, Vorsitzende des Bürgervereins Findorff, wünschte sich für den Weidedamm häufigere Busse, vor allem am Wochenende. Als unkomfortabel betrachteten auch viele Weidedamm-Bewohner den Zubringerdienst der Linie 27, die abends und nachts und an Sonn- und Feiertagen nur bis zur Hemmstraße fährt, so Birgit Busch.
Auch Beiratsmitglied Stephan Bendrien (Bündnis 90/Grüne) sah Verbesserungsbedarf: Zum Beispiel bei der Tatsache, dass - wer gut zu Fuß sei - schneller als mit dem Bus von der Münchener Straße am Hauptbahnhof ankäme. Bendrien schlug daher vor, dass sich der Findorffer Beirat eine "Gesamtschau" des Öffentlichen Personennahverkehrs im Stadtteil zum Thema machen sollte.



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