Ohlenhof. Ihre Berufung kam für beide unerwartet, aber Silke Reinders und Judith Wismach haben sofort ja gesagt: Vor gut zwei Wochen wurden die beiden offiziell als Gründungsbeauftragte für die neu entstehende Oberschule Ohlenhof ernannt.
"Ich finde das total spannend. Es ist eine Chance, die man im Leben als Lehrer nicht bekommt - oder nur einmal. Ich freue mich darauf", sagt Silke Reinders. Sie ist seit zwölf Jahren im Sek-I-Bereich an der Oberschule Helsinkistraße in Burgdamm tätig und hat dort außerdem als Koordinatorin den Ganztagsbetrieb aufgebaut. Ihre Fächerkombination: Deutsch, Mathematik, Bio und Naturwissenschaften. Judith Wismach ist seit 2004 an der Grundschule Halmerweg beschäftigt, gehört seit 2008 deren Schulleitung als Konrektorin an und leitet sie seit Dezember. "Ich bin voller Vorfreude auf die neue Schule, die man selber mitgestaltet hat", sagt sie.
Eine nicht ganz einfache Aufgabe
Ihre erste Amtshandlung in Sachen Oberschule haben Reinders und Wismach schon hinter sich: Bei einem gemeinsamen Elternabend aller Oberschulen im Bremer Westen standen sie interessierten Eltern Rede und Antwort zu Gröpelingens vierter Oberschule - eine nicht ganz einfache Angelegenheit, schließlich muss die Schule ja erst noch gebaut werden. "Die Eltern waren neugierig", schildert Wismach, und Reinders ergänzt: "Sie wollten insbesondere wissen, wo die Schule ist. Das konnten wir nur im groben Rahmen sagen und warten jetzt, ob es da mit der Baumaßnahme geht."
Auch die passenden Gebäude werden erst noch entworfen. Jahrgangshäuser würden den beiden Gründungsbeauftragten gefallen, und eine offene Klassenraum-Struktur wie in der Neuen Oberschule Gröpelingen. Klar ist aber: Bis zum August, wenn vier fünfte Klassen mit jeweils 22 Schülern starten, wird die Schule nicht stehen.
"Das Gebäude ist erst einmal Nebensache", meint deshalb Wismach, "jetzt ist wichtig: Wohin kommen die Container und wie werden sie aussehen?" Dem Provisorium sieht sie gelassen entgegen, denn an der Grundschule - die gerade umgebaut wird - hat sie damit seit Ostern gute Erfahrungen gemacht. "Die Kinder finden die Container nicht schlimm", erzählt sie, "sie haben beim Umzug in ihren neuen Pavillon sogar gesagt. ?Hier ist es gar nicht mehr so kuschelig.'"
Auf die beiden Gründungsbeauftragten warten jetzt jede Menge Aufgaben: Es geht darum, ein neues Kollegium aufzubauen und gemeinsam mit diesem die inhaltlichen Weichen für die neue Schule zu stellen. "Es gibt ein Leitbild, das sich aus der Oberschulverordnung generiert", erklärt Reinders, "und als nächstes müssen wir überlegen, welchen inhaltlichen Schwerpunkt wir setzen. Ich habe schon Ideen, was ich schön finde, es gibt aber eventuell auch Ideen aus den Grundschulen."
Ende Januar trifft sich der Projektbeirat, in dem Schulelternsprecher der Grundschulen vertreten sind. Schützenhilfe aus der Nachbarschaft ist übrigens auch schon in Sicht: "Frau Jacobsen hat schon Bereitschaft signalisiert, uns zu unterstützen", erzählen Reinders und Wismach. Sie können sich für die neue Schule sogar ein ähnliches Profil vorstellen - schließlich sei die von Sabine Jacobsen vor zwei Jahren aufgebaute Neue Oberschule Gröpelingen für ihre zukünftigen Schüler dann die nächste Adresse in Sachen Abitur.
Wer mehr über die Oberschule Ohlenhof erfahren möchte, hat dazu am Mittwoch, 1. Februar, ab 19 Uhr Gelegenheit: Dann sind alle interessierten Eltern der zukünftigen Fünftklässler zu einem Informationsabend ins Nachbarschaftshaus Helene Kaisen, Beim Ohlenhof 10, eingeladen.
Kontakt zu Silke Reinders unter Ruf 36179643, Mail silke.reinders@schulverwaltung.bremen.de sowie zu Judith Wismach unter der Telefonnummer 36116054 oder auch per E-Mail an
judith.wismach@schulverwaltung.bremen.de.


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