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Das ehemalige Postgebäude wird aufgestockt, und dahinter soll sich ein dreigeschossiger Anbau anschließen. Hauptmieter wird der Verein Christliche Eltern-Kind-Initiative Sonnenschein (Cekis) sein, der im Postgebäude zukünftig einen Kindergarten betreiben möchte. Damit bekäme Gröpelingen zwei neue Gruppen für je zehn unter Dreijährige und eine Kindergartengruppe für 20 weitere Kinder.
"Wir arbeiten schon lange mit dem Sozialwerk zusammen und haben lange nach einem geeigneten Standort gesucht", so Birgit Ocko, Geschäftsführender Vorstand von Cekis. Zum März übernimmt die Initiative, die bereits Träger der beiden Einrichtungen "Kinderinsel Sonnenschein" in der Alten Neustadt und "Kirchenmäuse" in Kattenturm ist, den Kindergarten der Hoffnungskirche an der Zietenstraße im Westend. Der Kindergarten im Lindenhofquartier wird damit das zweite Angebot des Vereins im Bremer Westen sein. Er soll Ocko zufolge zum März 2013 den Betrieb starten.
Über den hinteren Gebäudeteil wird Bonkowski zufolge aktuell mit einem weiteren Träger verhandelt, der unter anderem auch Wohnungen sucht. Rund 25 kleine Wohnungen à 40 bis 50 Quadratmeter sollen in den beiden Obergeschossen des Gebäudekomplexes entstehen. Dort könnten, so die ersten Überlegungen, etwa Alleinerziehende oder ältere Menschen wohnen. Der zentrale Haupteingang für Kindergarten und Bewohner soll dort sein, wo sich auch jetzt schon der Eingangsvorbau befindet. Im Erdgeschoss angedacht ist neben den Kindergartenräumen außerdem eine Fläche, die gemeinschaftlich beziehungsweise abwechselnd von allen je nach aktuellem Bedarf für Versammlungen, Feiern oder ähnliches genutzt werden könnte.
Das Angebot, unterstreichen Bonkowski und Kahl, orientiere sich am Bedarf im Stadtteil. Nach Ansicht von Architekt Matthias Kahl ist das zentral im Wohngebiet gelegene ehemalige Postgebäude ein Idealstandort für das geplante Vorhaben. "Es passt hervorragend", meint auch Birgit Ocko. Mit dem Kindergarten, stellt Kahl außerdem in Aussicht, werde sich zukünftig der Verkehr im Quartier reduzieren. "Wir hoffen, in der zweiten Jahreshälfte mit den Arbeiten beginnen zu können und Mitte bis Ende 2013 fertig zu sein", so Bonkowski und Kahl.
Ihre Planungen sind mit der Stadt abgestimmt; für Irritationen sorgen aktuell allerdings Aussagen von Monika Frank, Leiterin des Referats Kindertagesbetreuung bei der senatorischen Behörde für Soziales, Kinder, Jugend und Frauen. Sie hatte dem Sozialausschuss im Gröpelinger Beirat kürzlich mitgeteilt, der Ausbau der Betreuungsplätze im Stadtteil sei weitestgehend abgeschlossen und die 35-Prozent-Quote nahezu erreicht - was allerdings Kritik durch die SPD-Bürgerschaftsabgeordnete Petra Krümpfer nach sich zog (siehe nebenstehenden Bericht).



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