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Das "Archiv der Sprachen" vereint Audioaufnahmen von 40 Stadtteilbewohnerinnen und -bewohnern aus Gröpelingen mit ein- bis zweiminütigen Beiträgen in ihrer Muttersprache. Denn 35000 oft mehrsprachige Menschen aus 120 Nationen leben in diesem Quartier.
Per Kopfhörer können Ausstellungsbesucher kurzen Sequenzen auf Swahili, Albanisch, Plattdeutsch und vielen weiteren Sprachen aller Kontinente lauschen. In einem Begleitheft sind jeweils einige Schlüsselwörter des Gesprochenen in deutscher Übersetzung zusammengefasst. Es enthält auch Informationen über Herkunft, Entwicklung und Verbreitung der Sprache.
Auch die GSW-Schüler setzen sich in der Jugendkirche die Kopfhörer auf und verfolgten mit Interesse und Spaß die verschiedenen Klangfarben und Wortlaute der Sprachen. Dabei entdeckten einige von ihnen auch Sprachen, die sie selbst teilweise beherrschen. Denn zu der Gruppe gehörten auch Jugendliche, die bis zu vier Sprachen verstehen und sprechen.
"Es ist nicht unser Anspruch, dass alles verstanden wird", sagt Andrea Munjic vom Verein Kultur vor Ort. "Schließlich ist die Situation des Nichtverstehens Alltag, wenn man in ein fremdes Land kommt. Es geht viel mehr darum, ein Gefühl für die Sprachen zu bekommen und sich an den Klang zu gewöhnen."
"Und uns ist es wichtig, die Ausstellung in den Räumen der Jugendkirche zu zeigen, weil wir uns hier im Stadtteil verorten möchten", unterstreicht Almut Schmidt, Projektleiterin der Jugendkirche Bremen. "Seit zwei Jahren wollen wir mit unseren jugendkulturellen und sozialdiakonischen Angeboten junge Menschen nicht nur bremenweit, sondern auch besonders hier in Gröpelingen stärken", fährt sie fort. Die gute Vernetzung und Zusammenarbeit mit Freizis, Schulen und anderen Jugendeinrichtungen im Bremer Westen sei eine wichtige Voraussetzung dafür. Dann spricht sie das Musicalprojekt an. Siehe Seite 3.



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