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Horn-Lehe. Überregional bekannte Namen werden auf der Gästeliste der anstehenden 75-Jahr-Feierlichkeiten im Rhododendronpark eher die Ausnahme sein. "Das Jubiläum ist vor allem eine bremische Angelegenheit", sagt Hartwig Schepker von der Parkleitung. Er hofft aber, dass anlässlich des Jubiläums "viele zusätzliche Besucher aus Bremen und Umgebung kommen werden". Die Verantwortlichen wollen den Park in einem "bestmöglichen Zustand" präsentieren. Dafür wurde viel Arbeit investiert.
Die Bepflanzungen in den Eingangsbereichen wurden teilweise erneuert und in den ursprünglichen Zustand versetzt. "Das sind die ältesten Parkteile, und die Pflanzen lassen in ihrer Vitalität nach", erläutert Schepker den Hintergrund. Damit die Besucher auch den richtigen "Durchblick" erhalten, wurden die großen Sichtachsen freigeschnitten und damit betont. "Das ist eine große Stärke des Rhododendronparks, das darf man nicht zuwachsen lassen", sagt der wissenschaftliche Leiter. Ein Großprojekt, das gemeinsam mit den "Freunden des Rhododendronparks" verwirklicht werden konnte, wird am Freitag, 27. April, 11 Uhr, feierlich eröffnet: der neue Arten-Garten. Dafür wurde der alte Sortimentsgarten wieder urbar gemacht. Das mit Strauchwerk und Brombeerranken verwilderte Grundstück wurde entholzt, dann tauschten die Mitarbeiter die obere Bodenschicht aus und brachten eine Drainage ein. Auch die Wege in diesem Bereich mussten komplett saniert werden.
Auf drei Viertel Hektar Fläche nahe der Autobahn wachsen jetzt ausschließlich Wildformen von Rhododendronpflanzen. "Wir haben Platz für rund 250 Arten, davon sind 175 schon zu sehen", berichtet Schepker. Von den ersten Arbeiten bis zum heutigen Zustand dauerte es drei Jahre. Die Kosten betragen rund 300000 Euro, davon haben die "Freunde" bislang knapp 200000 Euro beigesteuert.
Zehn Jahre alt ist mittlerweile das Erweiterungsgelände des Parks. Dort wurden die Pflanzungen weitergeführt - vor allem in der Sichtachse, wobei man versucht hat, bereits aus der Ferne Farbeindrücke zu erzeugen.
Finanziell zieht Hartwig Schepker ein zufriedenstellendes Fazit. "Die niedrigen Zinsen sind natürlich auch für uns ein Thema", sagt er. Deshalb seien die Einnahmen aus dem Kapitalstock der Stiftung Rhododendronpark zwar für den laufenden Betrieb ausreichend, üppig seien sie nicht.
Das Festprogramm zum Jubiläum startet voraussichtlich am Mittwoch, 4. April, mit der Präsentation des Buches "75 Jahre Blütenpracht", das in der Edition Temmen erscheinen wird. Eine Bonsai-Ausstellung im Erweiterungsgeländes lockt am Sonntag, 22. April, die Fans der kleinwüchsigen Bäume an. Für das zentrale Veranstaltungswochenende, 19. und 20. Mai, ist ein Pflanzenmarkt geplant. Außerdem werden Führungen durch den Park angeboten, und Besucher erhalten die Möglichkeit, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. Ein Schnellkursus in Sachen Rhododendronpflege schließt sich für Interessierte an.
Eine große Fachtagung für Gartenarchitekten, Planer, Gartenlandschaftsbauer und Fachmedien ist für Donnerstag und Freitag, 24. und 25. Mai, eingeplant. Das Thema lautet: "Faszination Rhododendron - Vielfältiger Einsatz in Gärten und Parks". Bis Ende September folgen dann mehrere öffentliche Vorträge, die sich unter anderem um das tierische Leben und die Pflanzenwelt im Rhododendronpark drehen.



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