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Wilfried Bosse, erster Vorsitzender des Bürger- und Sozialzentrums (BuS) in Huchting, freut sich, wenn sich 'die Menschen im Rahmen ihrer Möglichkeiten für die Gemeinschaft einsetzen.' Für das BuS wünscht sich der 67-Jährige, dass die 'erforderliche Sanierung erfolgen kann und über die Wohnungsbaugesellschaft Gewoba die wichtige Unterstützung bei der Gebäudesanierung gewährleistet ist.'
Im November gab es in Kattenturm einen Wechsel an der Spitze des Bürgerhaus-Gemeinschaftszentrums Obervieland (BGO). Stefan Markus ist Nachfolger des langjährigen BGO-Leiters Jürgen Barre. Markus' Wünsche für seine Einrichtung gehen in eine ähnliche Richtung, wie die seines Kollegen in Huchting: 'Vor allem wünschen wir uns Sicherheit für den Bestand des Hauses, damit die engagierte und beherzte Arbeit fortgesetzt werden kann.'
Das Jahr 2009 war stark geprägt von engagierten Bürgern. Immer wieder äußerten sie auf Demonstrationen, auf Beiratssitzungen oder bei verschiedenen Aktionen ihren Unmut. Einer von ihnen war zum Beispiel Ingo Breitenborn. Der 46-jährige Bankkaufmann hat sich gegen die Bebauung des Habenhauser Deichs eingesetzt - vergeblich. Im August entschied die Baudeputation, das Gelände mit 140 Wohneinheiten zu bebauen. Gegen den Beschluss wollen einige Anwohner jedoch klagen. Wegen der neu entstehenden Häuser befürchten Breitenborn und seine Mitstreiter eine erhebliche Mehrbelastung durch Autos. Deshalb wünscht er sich, 'dass sich die von den Anwohnern befürchteten Unfälle mit Schulkindern nie ereignen werden. Wir fordern die Investoren und Behörden dazu auf, für größtmögliche Sicherheit zu sorgen.' Außerdem möchte er, 'dass die Beteiligung der Bürger und Beiräte an der Stadtteilentwicklung endlich gelebt wird.'
'Zu Weihnachten wünsche ich mir, dass die Baugenehmigung für die drei Häuser am Weserufer bei der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger zurückgenommen wird', formuliert Inge Breidbach sehr präzise, welches Geschenk sie ihrem Stadtteil am liebsten für das kommende Jahr machen würde. Die engagierte Bürgerin aus der Neustadt setzt sich seit vielen Jahren für das Andenken der Opfer des Bombenangriffs vom Pfingstsonntag 1943 ein. Anfang November wurde die Gedenktafel an der Neustadtcontrescarpe mit Farbe beschmiert. Bereits vor zwei Jahren wurde die Gedenktafel geklaut. 'Ich will, dass dem Mahnmal in Zukunft mehr Achtung und Respekt entgegen gebracht wird', formuliert die Neustädterin einen zweiten Wunsch.
Das kommende Jahr wird für Huckelriede viele Änderungen und Neuerungen mit sich bringen. Seit Anfang des Jahres ist der Neustädter Ortsteil sogenanntes Sanierungsgebiet. Im Sommer haben Bewohner ein Bürgergutachten erstellt und darin beschrieben, welche Veränderungen sie sich vorstellen. Das Gutachten soll zu Beginn des neuen Jahres an den Arbeits- und den Bausenator überreicht werden. Quartiermanager Kay Borchers formuliert seine Wünsche für den im Umbruch befindlichen Ortsteil so: 'Mit einem umgestalteten Ortskern, erfolgreichen Bildungsangeboten und einem Quartierszentrum kann sich Huckelriede zu einem lebendigen Ortsteil entwickeln.'
Auch die Geschäftsleute aus dem Bremer Süden mußten nicht lange überlegen, was sie gerne von Santa Claus hätten. So würde sich zum Beispiel der Vorsitzende der Woltmershauser Werbe- und Interessengemeinschaft, Wolfgang Meyer, freuen, 'wenn man in Pusdorf weiterhin friedlich und sicher leben kann.' Außerdem will der 46-jährige Schuhmacher auf keinen Fall, 'dass die Politiker auf die Idee kommen, das Polizeirevier bei uns in Woltmershausen ganz zu schließen'
Genau wie Meyer betreibt Christa Schoofs in der Woltmershauser Straße ein Geschäft - einen Buchladen, und das seit 18 Jahren. Die gelernte Sozialpädagogin ist von der Infrastruktur in Woltmershausen begeistert. Deswegen möchte sie für ihr Quartier eigentlich auch gar keine großen Veränderungen: 'Ich wünsche mir, dass dieser Ort ein Stadtteil bleibt, in dem alle gerne leben und dass die gute Infrastruktur möglichst erhalten bleibt.'
Vor exakt zwei Wochen hat sich in Huchting der Jugendbeirat konstituiert. Es ist der erste auf der linken Weserseite. Im Gegensatz zu anderen Jugendparlamenten verfügt er sogar über ein eigenes Budget von 10.000 Euro. Katharina Batrakow ist Sprecherin des elfköpfigen Parlaments. 'Wir brauchen eine eigene Homepage', forderte die 17-Jährige auf der ersten Sitzung. Diese könne von Schülern aus Huchting gestaltet werden. Ihren Weihnachtswunsch für Huchting fasst die Schülerin eher allgemein: 'Ich wünsche mir, dass alle, die Weihnachten feiern wollen, die Möglichkeit dazu bekommen - auch finanziell.'
Helga Gerdes ist Vorsitzendes des Bildungsausschusses im Beirat Huchting. Sie möchte, 'dass den Kindern und Jugendlichen mehr Aufmerksamkeit geschenkt wird.' Außerdem plädiert die Vorsitzende der Huchtinger Freizeitkünstler dafür, dass sich die Menschen stärker ehrenamtlich engagieren.
Davon träumt auch die Trägerin des Habenhauser Friedenspreises, Ursula Stolzenburg. 'Ich wünsche mir von der Generation, die gerade ihre Kinder losgelassen hat, oder im Begriff ist, in Rente zu gehen, persönliches, kirchliches und ehrenamtliches Engagement.' Die 70-Jährige wurde im November für ihr ehrenamtliches Engagement mit Älteren von der Habenhauser Schaffergesellschaft ausgezeichnet.
Margret Genieser leitet die Grundschule in Strom. Die Pädagogin gibt zu bedenken, dass gerade der LKW-Verkehr die Kinder im besonderem Maß gefährde. Deswegen denkt sie bei ihrem Weihnachtswunsch in erster Linie auch an ihre etwa 40 Schüler, die in zwei jahrgangsübergreifenden Klassen unterrichtet werden. Die Lehrerin fordert für ihren Stadtteil, 'dass er verkehrsmäßig nicht noch weiter belastet wird.'
In der Nachbargemeinde von Margret Genieser, in Seehausen, hängen Zettel mit ganz ähnlichen Wünschen am Tannenbaum. 'Ich wünsche mir, dass die Umsetzung der A281/Weserquerung als Bohrtunnel umgesetzt wird', sagt Ralf Hagens, Beiratssprecher in Seehausen. Außerdem hofft er für das kommende Jahr, 'dass die Beeinträchtigungen unseres Ortsteiles durch Luft-, Staub- und Lärmimmission des Stahlwerkes sich endlich verringern und die zugesagten Maßnahmen zur Verbesserung dieser Situation zügig umgesetzt werden.' Im Sommer dieses Jahres hatten mehrere Staubwolken innerhalb weniger Wochen für große Aufregung in Seehausen gesorgt.



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