Jugend-Workcamp

 - 06.08.2009

Trickfilme made im Ostertor

Von Clemens Haug
Ostertor. Der Trickfilm „What a wonderful World“ ist leicht morbider Natur: Ein Riese in einem Wespenkostüm stürzt sich auf unschuldige Fußgänger in einer Stadt und richtet ein Blutbad an. Dabei greift der Streifen von Tomaz, David und Henni auf relativ einfache Mittel zurück.
Zwei Wochen lang haben die aus sieben Ländern kommenden Teilnehmer des Workcamps im Mädchenkulturhaus Trickfilme gedreht und sich interkulturell ausgetauscht.
Zwei Wochen lang haben die aus sieben Ländern kommenden Teilnehmer des Workcamps im Mädchenkulturhaus Trickfilme gedreht und sich interkulturell ausgetauscht.

 

Als Protagonisten fungieren alte Spielzeuge, die Kulisse besteht aus Tonpapier. Solche und ähnliche Filme haben die zehn Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus sieben Ländern beim internationalen Teenager-Workcamp „Achtung Trickfilm – zeige deine Kreativität“ zwei Wochen lang im Mädchenkulturhaus im Viertel angefertigt.

In Kleinarbeit wird jede Szene einzeln abfotografiert, aus rund 600 Fotos wird eine Filmminute. Und das alles ohne aufwändige Technik. Lediglich eine gute Digitalkamera auf einem Stativ und ein Laptop für den Schnitt werden benötigt. Geräusche nehmen die Jugendlichen mit einem MD Player auf oder suchen sie sich im Internet zusammen. Dort sind die fertigen Filme dann später auch zu sehen. Die Workcamp-Organisation „Internationale Jugendgemeinschaftsdienste“ hat das Ganze zusammen mit dem Verein Blickwinkel aus Göttingen organisiert.

Selbstorganisation und Umwelterziehung lernen

Ziel war es, ein Camp für Jugendliche unterhalb des für Workcamps üblichen Altersdurchschnitts von 18 bis 24 Jahren zu entwickeln. So besteht die Arbeit im Gegensatz zu vielen anderen Workcamps nicht aus körperlicher Arbeit in der freien Natur – ein Umstand, den Teamer Dusan Milojevic aus Serbien ganz angenehm findet. „Außerdem ist es interessant, mit einer jüngeren Gruppe von Menschen zu arbeiten, die noch sensibler aber auch rebellischer ist“, findet der 24-Jährige. Neben der Arbeit sind auch Selbstorganisation, Umwelterziehung und soziale Prozesse in Gruppen wichtige Themen, die die Jugendlichen kennenlernen sollen.

„Gerade die Mülltrennung muss man oft ein paar Mal erklären, da manche so etwas bisher noch nie kennengelernt haben“, sagt Dusan. Campleiterin Judith Gaschler fand zu Beginn ein wenig schwierig, dass sich die Teilnehmer schwer damit getan hätten, gemeinsame Entscheidungen darüber zu treffen, was sie in den zwei Wochen des Camps gern organisieren und erleben wollten. „Da haben alle schweigsam gesessen und darauf gewartet, dass man ihnen vorgibt, was man machen kann.

Camp-Sprache ist Englisch

Inzwischen ist das aber viel besser geworden“, sagt die Bremerin. Mit der gemeinsamen Camp-Sprache Englisch hingegen können die meisten Jugendlichen, die aus aus Estland, Finnland, Italien, Portugal, Polen und Deutschland kommen, ganz gut umgehen. Die beiden Portugiesen Leo, 14 Jahre, und Tom, 16 Jahre, können darüber hinaus auch noch Deutsch, da sie zu Hause in Lissabon eine deutsche Schule besuchen. Sie sind gerade damit beschäftigt, den gemeinsamen Camp Film weiterzudrehen.

Die Handlung bis jetzt: Baroness Kleinkopf ist unglücklich über ihr Erscheinungsbild und organisiert einen großen Ball, um Geld für eine Schönheitsoperation zu sammeln. Dorthin kommt auch ein illegaler Einwanderer aus Mocambique, der sich in die portugiesische Prinzessin verliebt. „Der Ball wird eine große interkulturelle Party. Jeder Camp-Teilnehmer wird dort eine eigene Figur entwickelt haben“, verraten Leo und Tom. Die Filme des Camps sind im Internet unter www.youtube.com/user/MediencampBremen frei zugänglich.

 



Finden Sie Artikel aus Bremen

  • Vahr
  • Alte Neustadt
  • Überseestadt
  • Findorff-Bürgerweide
  • Ohlenhof
  • Peterswerder
  • Huchting
  • Blockdiek
  • Grolland
  • Neustadt
  • Hohentor
  • Hohweg
  • Neuenland
  • Mahndorf
  • Weidedamm
  • Seehausen
  • Neue Vahr Südwest
  • Östliche-Vorstadt
  • Mitte
  • Hastedt
  • Sebaldsbrück
  • Steffensweg
  • Arsten
  • Ellenerbrok-Schevemoor
  • Neustädter Hafen
  • Bremen
  • Ostertor
  • Schwachhausen
  • Blockland
  • Arbergen
  • Gröpelingen
  • Horn-Lehe
  • Strom
  • Utbremen
  • Radio Bremen
  • Mittelshuchting
  • Rablinghausen
  • Fesenfed
  • Kattenturm
  • Neu-Schwachhausen
  • Gete
  • Industriehäfen
  • Borgfeld
  • Lindenhof
  • Hemelingen
  • Buntentor
  • Hohentorshafen
  • Oberneuland
  • Sodenmatt
  • Häfen
  • Osterfeuerberg
  • Findorff
  • Pusdorf
  • Osterholz (Stadtteil)
  • Altstadt
  • Steintor
  • Gartenstadt Süd
  • Riensberg
  • Ellener Feld
  • Lehe
  • Bahnhofsvorstadt
  • Obervieland
  • Huckelriede
  • In den Hufen
  • Horn
  • Lehesterdeich
  • Kirchhuchting
  • Gartenstadt Vahr
  • Oslebshausen
  • Regensburger Straße
  • Woltmershausen
  • Habenhausen
  • Neue Vahr Nord
  • Bürgerpark
  • Hulsberg
  • Hafen
  • Kattenesch
  • Neue Vahr Südost
  • Südervorstadt
  • Westend
  • Walle
  • Barkhof
  • Tenever
  • Östliche Vorstadt
  • In den Wischen

25 Freizeittipps für Bremen und die Region

Ferientipps

Ein Bad im See, Abenteuerausflüge in den Klettergarten oder Museen bei schlechtem Wetter: Bremen hat im Sommer einiges zu bieten und auch ein Ausflug ins Umland lohnt sich. Unsere Redaktion hat 25 Dinge zusammengestellt, die man in Bremen und der Region machen kann. Hier geht es zu den Freizeittipps
Hier kommen Sie zum Ferienjournal

125 Jahre DIE NORDDEUTSCHE

Im Bremer Norden und niedersächsischen Umland wird in diesem Jahr DIE NORDDEUTSCHE gefeiert. Wir werfen einen Blick auf die Entwicklung der Region und ihrer Zeitung. mehr >>

Wetter - Freitag, 30. Juli

Temperatur:
22°C / 12°C
Vormittag: Nachmittag:
40%   Regenwahrscheinlichkeit:

Diskussion um Wohnungsbaugesellschaft

Sollte Bremen die Gewoba verkaufen?

(397 Stimmen)
Ja, damit können Schulden beglichen werden.
(576 Stimmen)
Nein, so verliert die Stadt an Einfluss auf den Wohnungsmarkt.
(41 Stimmen)
Kommunen sollten sich aus der Wohnungsverwaltung heraushalten.

Sport in Bremen

Serie: Bremer Theater-Profis

Wer werkelt eigentlich am Theater, bis ein neues Stück in voller Pracht aufgeführt wird? In unserer Serie Bremer Theater-Profis schauen wir Bühnentechnikern, Malern, Kostümbildnern, Souffleuren und ihren Kollegen über die Schulter. Ein Klick durch unsere Fotostrecken und Videos gewährt Ihnen einen Eindruck in einen Arbeitsalltag, von dem der Zuschauer sonst wenig mitbekommt.

Teil 1: Dramaturg des Stücks "La dolce vita

Teil 2: Die Bühnenbild-Werkstätten

Teil 3: Maskenbildner-Werkstatt am Goetheplatz

Teil 4: Der Kostümfundus

Teil 5: Opern- und Schauspielregie

Teil 6: Regieassistentin

Teil 7: Der Bühnenbildner

Teil 8: Tonmeister

Teil 9: Die Choreografin

Teil 10: Der Inspizient

Teil 11: Die Beleuchtungsmeisterin

Teil 12: Der Schauspieler

Teil 13: Die Souffleuse

Teil 14: Der Intendant

Das ist Kultur in Bremen

Wir präsentieren zusammen mit der Schwankhalle Bremens Kulturköpfe. In unserer aktuellen Folge hören Sie Ulrich Fuchs, Kulturmanager und Dramaturg. mehr...

WESER-KURIER Kundenservice

Traueranzeigen

Hier finden Sie Traueranzeigen aus WESER-KURIER, Bremer Nachrichten und Verdener Nachrichten.

Das Neueste von Werder

Alle Spiele, alle Tore, alle Infos. mehr »

Unsere Leser...

...schreiben im Forum
...kommentieren Artikel
CDU kritisiert Brüderle wegen Umfrage-Tief
exilhbler am 30.07.2010
Norbert Blüm hat immer gesagt: Die Renten seien sicher. Das hat den Bundesbürger eher…
Peta und Tierheim kritisieren "Bremen bellt"
Arrian am 30.07.2010
> uwesiwek am 29.07.2010 um 20:42:17 > > ich habe schon lange nicht mehr so viel…

Veranstaltungen

Suche nach Einträgen

Tickets

Karten für Theater, Konzerte und andere Veranstaltungen gibt es in unserem Ticketshop. mehr »

Zeitung in der Schule

Zum neunten Mal beteiligt der WESER-KURIER sich dieses Jahr an dem Projekt "Zeitung in der Schule". Ziel ist es, Kinder und Jugendliche zu regelmäßiger Lektüre der Tageszeitung anzuregen. Hier geht's zu unserer Spezialseite.