| Das Wilhelm Kaisen-Quiz » |
Klaus Mohs hat schon immer gerne in den Wallanlagen Vögel beobachtet. Kästen für Meisen, die er dort heute betreut, sind für Kohl- und Blaumeisen geeignet und hängen gut drei Meter hoch. Damit sind sie weitgehend sicher vor hungrigen Katzen und vor der Zerstörungswut von Menschen. Die Schlupflöcher zur aufgehenden Sonne hin auszurichten, hat sich für die Meisen bewährt. Gleich im ersten Frühling waren alle Kästen besetzt.
Klaus Mohs konnte die Eltern beim Nestbau, beim Brüten und der Aufzucht der Jungen beobachten: Erst flogen die Alten mit Zweigchen und Gräsern zum Kasten, dann mit Würmern und Käfern allein und schließlich wieder gemeinsam. Dann kamen die ersten Flugversuche winziger Vögelchen. Die Aufgabe eines Nistkastenpaten ist mit dem Beobachten schon fast erfüllt. Nur wenn Kästen Schaden nehmen oder im Herbst, wenn sie einmalig zu säubern sind, verabredet sich Klaus Mohs mit einem Freund oder Bekannten, um von Nistkasten zu Nistkasten zu ziehen.
Die Männer stellen die Leiter an, einer sichert sie, der andere entfernt die Front des Kastens, die sich leicht abnehmen lässt, und holt mit einem Arbeitshandschuh das alte Nestpolster heraus. Wenn die Arbeit getan ist, freut sich Mohs bereits auf die kommende Brutzeit, denn die meisten heimischen Vögel kehren an ihren Nistplatz zurück. Im März sollten Nistkästen sauber sein und bereit hängen. Dann sind die heimischen Vögel auf der Suche nach einem geeigneten Unterschlupf.
Im vergangenen Jahr hat sich ein Buntspecht einen der Nistkästen ausgesucht und sich das Schlupfloch zurecht gehackt. Groß genug und leicht oval. Erst nahm Mohs daran Anstoß. Er tauschte die Front des Kastens aus. Der Specht aber siegte. Er reklamierte das kleine Loch und klopfte so lange, bis er die Öffnung wieder vergrößert hatte. "Ich hab was ganz Besonderes", sagt Klaus Mohs heute über seinen Buntspechtkasten. Vielleicht schlüpfen in diesem Frühjahr junge Buntspechte gegenüber vom Theater am Goetheplatz.
Der Nistkastenpate hat mit seiner Idee innerhalb des Naturschutzbundes einige Freunde gefunden. Sie haben Gelder für weitere Nistkästen eingeworben. Der Kastenbau des Nabu läuft, wobei alle Kästen der Aktion seitlich mit einem Erkennungsmerkmal des Vereins gekennzeichnet werden. Für Nistkastenpaten gibt es diese Kästen innerhalb der Aktionen kostenlos und viele nützliche Tipps über die heimische Vogelwelt noch dazu.
Nistkasten-Stammtisch am Donnerstag, 9. Februar, 19 Uhr, beim Nabu in der Contrescarpe 8. Anmeldung unter info@nabu-bremen.de oder unter Telefon 3 39 87 72.



Regenwahrscheinlichkeit:



