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Das Institut français feiert mit dem Tag der offenen Tür die deutsch-französische Freundschaft. Am 22. Januar 1963 unterzeichneten Konrad Adenauer und Charles de Gaulle den deutsch-französischen Freundschaftsvertrag. Die Besucher Instituts werden von Akkordeonklängen empfangen und durch das Haus begleitet, können an einem französischen Kochworkshop teilnehmen oder, wenn sie volljährig sind, Wein verkosten.
Sophie Jean hat Lernspiele für Kinder vorbereitet. Normalerweise ist sie mit dem "France Mobil", einem kleinen französischen Kulturinstitut auf Rädern, in Bremen und Niedersachsen unterwegs. Hauptsächlich besucht sie Schulen, aber generell alle, die Interesse an der französischen Sprache und Kultur haben.
Wie Buchstaben auf Französisch ausgesprochen werden, zeigt sie Kindern beim Galgenraten mit ihrem Vornamen. Es folgen Spiele wie Memory, mit Wörtern, die in beiden Sprachen ähnlich klingen, oder "Tour de France", wo ein Lied gehört wird und immer wenn ein Städtename vorkommt, müssen die Kinder die Stadt auf der Landkarte finden und erfahren etwas über den Ort.
Die 27-Jährige kommt aus Clermont-Ferrand in der Region Auvergne. Dort und an der Partneruniversität in Regensburg hat sie studiert. "Ich war Fremdsprachenassistentin in Österreich", erzählt die Französin von ihrer Zeit, bevor sie nach Bremen kam. Schon in der Grundschule hatte sie den ersten Deutschunterricht und hat die Sprache kontinuierlich weiter gelernt. Jetzt leitet sie für ein Jahr das "France Mobil" Bremen/Niedersachsen, das es noch an neuen weiteren Standorten in Deutschland gibt. Sophie Jean hat sich bewusst für Bremen entschieden. "Den Norden Deutschlands kannte ich gar nicht, aber jetzt fange ich an ihn zu kennen", sagt sie. Drei Tage die Woche ist Sophie Jean mit dem mobilen Sprachenzentrum in Norddeutschland unterwegs. Wenn sie nicht mit dem "France Mobil" Schulen besucht, wohnt sie im Stadtteil Östliche Vorstadt. Bei ihrer Ankunft im September half ihr Vorgänger ihr, sich zurecht zu finden. Mittlerweile hat sich Sophie Jean in Bremen gut eingelebt.
Die Lektoren des Projektes werden jeweils für ein Jahr verpflichtet. In diesem Jahr feiert das "France Mobil" seinen zehnten Geburtstag. Initiiert wurde es von der französischen Botschaft und der Robert-Bosch-Stiftung, die Autos werden vom Fahrzeughersteller Renault gestellt. "France Mobil"-Lektoren sollen in den Schulen nicht den Französischunterricht ersetzen, sondern zeigen, dass die Sprache Spaß macht. "In der Schule ist das Abwechslung vom Alltag", erzählt Sophie Jean, wie sie immer erwartungsvoll von den Schülern empfangen wird.
Näheres auf www.institutfrancais.de unter Bremen beziehungsweise Francemobil.



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