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Am Donnerstag, 9. Februar, um 19.30 Uhr, wird Karin Lindemann in der Buchhandlung Leuwer, Am Wall 171, einige ihrer Texte vortragen, und es werden Collagen von Monica Schefold zu sehen sein, die bisher noch nicht ausgestellt waren.
Karin Lindemann hat eine Auswahl ihrer Gedichte zusammengestellt und Monica Schefold hat ihre Auswahl der Collagen darauf abgestimmt. "Das ging alles mit E-Mail und Post hin und her", erzählt Monica Schefold, die im Fesenfeld zu Hause ist. Die Collagen sollen keine Illustrationen der Gedichte sein. "Die Stimmung muss da aufeinander abgestimmt werden", sagt Monica Schefold. Karin Lindemann hat auf diese Weise noch nie an einem Buch gearbeitet. "Das war eine ganz interessante Erfahrung", sagt die Dichterin.
In dem DIN A 5-großen Buch "Aus dem Staub gemacht" finden sich rund 38 Werke von Karin Lindemann. Die Literaturwissenschaftlerin hat bisher noch nicht viele Gedichte veröffentlicht, wohl aber wissenschaftliche Arbeiten und Prosa. Die jetzt veröffentlichten Texte unterteilt sie in zwei große Gruppen - die längeren und die kürzeren. "Terra promessa ist die Mitte", sagt Karin Lindemann. Um das Gedicht "Terra promessa" herum hat sie ihre anderen Gedichte aufgebaut.
Monica Schefold, die Tochter des Literatur- und Religionswissenschaftlers John Hennig, ist in Irland aufgewachsen, dem Land, in das ihre Eltern 1939 ausgewandert waren. In Dublin studierte sie Kunstpädagogik und in Basel Grafik. Nachdem sie in New York und London als Grafikerin gearbeitet, drei Bildbände über Architektur veröffentlicht und in Berlin das Studium der Kunstpädagogik abgeschlossen hatte, ist sie vor Jahrzehnten nach Bremen gezogen.
Monica Schefold hat schon in ihrer Kindheit in Irland gelernt, Respekt vor Dingen zu haben und Sachen wieder zu verwenden. So findet sie auch heute das Material für ihre Collagen. "Die Elemente habe ich aus allen möglichen alten Zeitschriften", sagt Monica Schefold. Sie werfe auch nichts weg, ohne auf die Rückseite zu schauen, denn oftmals befinde sich da etwas viel interessanteres. "Es ist eine Mischung aus Zufall und Absicht."
Monica Schefold sieht sich eine Seite an und schaut, woran ihr Blick hängen bleibt. Wenn ein Element sie besonders anspricht, auf Grund seiner Formen oder wegen seiner Farben, dann verarbeitet sie es in einer Collage weiter. Ihre Bilder sind aus drei Elementen zusammengesetzt, die sie dann durch fortgesetzte Linien verbindet, so dass sie zu einem Ganzen werden. Für die Grafikerin ist es nicht das erste Buch in Zusammenarbeit mit einem Autoren oder einer Autorin. Vergangenes Jahr erschien "Windstill", eine Kooperation mit dem Züricher Autor Wolfgang Somary, und im Jahr 2010 "Märzlicht" mit der Bremer Kulturwissenschaftlerin Inge Buck, beide ebenfalls im Sujet-Verlag.
Monica Schefold freut sich besonders darüber, dass ihr Buch bei Leuwer präsentiert wird. "Die Atmosphäre ist immer so passend", schwärmt sie. Die Kunsthistorikerin und Autorin Christine Breyhan aus Schwachhausen wird das Werk vorstellen.
Die Buchpräsentation von "Aus dem Staub gemacht", mit einer Lesung von Karin Lindemann, ist am Donnerstag, 9. Februar, um 19.30 Uhr in der Buchhandlung Leuwer, Am Wall 171. Der Eintritt ist kostenlos. Eine Auswahl der Collagen von Monica Schefold ist bis 29. Februar bei Leuwer ausgestellt. Öffnungszeiten: montags bis freitags von 9 bis 19 Uhr und sonnabends bis 16 Uhr.



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