Die Initiative wurde vor rund zwei Wochen aus der Taufe gehoben. Initiatorinnen sind die Biologin Iris Urbschat und die Pädagogin Ulrike Kleinert aus der Neustadt. Sie kritisieren, dass man für „ein paar Luxuswohnungen den Neustädtern ein Stück grüner Lunge wegnehmen will.“ Man habe nichts gegen die Bebauung des Stadtwerders. Auch sei es in Ordnung, wenn vom künftigen Wohngebiet Wege zur Weser geschlagen werden. „Aber nicht in diesem Umfang“, schimpft Urbschat. Geplant sind außer drei Zugangswegen auch zwei breite Sichtschneisen.
„Die Bäume und das Unterholz sind eine wichtige Nahrungsquelle für die Tierwelt“, begründet Urbschat, warum sie gegen die Abholzung ist. Fledermäuse beispielsweise würden im Unterholz auf Nahrungssuche gehen. Deswegen müsse der waldähnliche Charakter am Werdersee unbedingt erhalten bleiben.
Vorschlag: Weniger Wege in Sichtschneisen
Der Vorschlag der Stadtwerderwald-Gruppe sieht vor, dass weniger Wege und Sichtschneisen angelegt werden. „Wir wollen außerdem eine Bürgerbeteiligung bei den Planungen für die Grünachse“, betont Urbschat. Um auf ihren Protest aufmerksam zu machen, hat die Initiative die Bäume, die wahrscheinlich gefällt werden sollen, mit Schildern markiert.
Unterschriftensammlung
Außerdem sammelten die Aktivisten kürzlich auf der Fußgängerbrücke am Werdersee Unterschriften. „Wir sind damit noch am Anfang“, erläutert Urbschat, die zudem von einer Anwohnerin berichtete, die unabhängig von der Stadtwerderwald-Initiative bereits 500 Unterschriften gesammelt habe. „Die liegen zusammen mit einem Bürgerantrag bereits beim Ortsamt“, sagt Ulrike Kleinert. Auch Silja Yuval setzt sich für den Erhalt der Bäume am kleinen Weserarm ein. „Ich wohne in der Neustadt, ich finde den Weg einfach schön. Grünflächen gehören für mich eindeutig zur Lebensqualität“, sagt sie.


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