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Seit November hat sich die Leiterin mit den fünf ältesten Kindern der 16-köpfigen Gruppe mit dem Projekt "Strom" beschäftigt. Die Kinder bekamen einen Forscherpass und für jede erledigte Aufgabe gab es einen Stempel. Eine der Aufgaben war "Leben ohne Strom". Die Kinder konnten einen Teppichklopfer, eine Kaffeemühle und einen Handbohrer ausprobieren. Außerdem besuchten sie das Kraftwerk in Hastedt und führten einen Stromtanz auf. Dabei standen alle Kinder im Kreis vor dem Stromzähler im Keller. Eines der Kinder hatte eine rote Mütze auf und war sozusagen der rote Strich auf der Drehscheibe des Stromzählers. Ein Erzieher machte unterschiedliche Geräte an und aus, sodass der Stromzähler sich unterschiedlich schnell drehte. So sollten die Kinder ein Gefühl für den Stromverbrauch bekommen, da sie mit Zahlen noch nicht so viel anfangen können.
Dies ist eine von vielen Ideen, die Edeltraut Hogrefe aus der Fortbildung mitgebracht hat. "Und es kommt bei den Kindern tatsächlich an. Sie schalten nun eher mal das Licht aus oder lassen den Wasserhahn nicht so lange laufen", sagt sie. Als Belohnung für das erste erfolgreiche Projekt bekommt die Kindergruppe Delmestraße (wie alle teilnehmenden Gruppen) eine Energie-Kiste von "Leuchtpol" geschenkt. Am Donnerstag durften die Kinder die Kiste öffnen. Sofort haben sie sich voller Begeisterung darauf gestürzt und auch gleich alles ausprobiert.
In der Kiste waren unter anderem Bücher, Elektro- und Solarbaukästen, Schütteltaschenlampen, ein Solarauto und ein Solarholzhelikopter. Sofort beliebt war auch das Geschicklichkeitsspiel "Bamboleo". Dabei liegt eine Kugel auf einem Sockel und darauf wieder eine Platte. Die Kinder müssen die Holzteile so auf die Platte legen, dass alles ausbalanciert ist. "Das Spiel soll helfen, Kompetenzen in Planung und Handeln zu entwickeln", sagt Dagmar Moldehn, die pädagogische Mitarbeiterin von "Leuchtpol". Ein weiteres interessantes Spiel ist "Merkefix", denn es ist wie "Memory", nur, dass nicht zwei gleiche Karten, sondern Energiepaare gefunden werden müssen. Also zum Beispiel eine Kerze und dazu eine Lampe.
Der Inhalt der Kisten kann noch für weitere Projekte nützlich sein. Für den Sommer ist in der Kindergruppe Delmestraße ein Solarprojekt geplant und im Herbst würden Wind und Wasser passen. "Ich habe bei der Fortbildung viele Ideen bekommen, die mir alleine nicht gekommen wären", sagt Edeltraut Hogrefe. So sei beispielsweise ganz leicht aus einem Tetrapack ein Windrad zu basteln.
Die Auftaktveranstaltung für die Erziehrinnenfortbildung ist am 1. und 2. März, zwei Module folgen am 12. und 13. April sowie am 28. Juni. Das Leuchtpol Regionalbüro Niedersachsen/Bremen beantwortet unter Telefon 0511/26090870 Fragen und nimmt Anmeldungen entgegen. Mehr dazu unter www.leuchtpol.de.



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