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Oberneuland. Die Stadtgemeinde hat ein Enteignungsverfahren für einen Bereich der Oberneulander Festwiese eingeleitet, weil dieses Areal für den Tunnelbau benötigt wird und die Lür-Kropp-Stiftung einen Verkauf abgelehnt hat. Zur Begründung erklärte die Stiftung, die Bebauung für diesen Zweck sei nicht mit dem Testament der Stifterin Meta Rödiger vereinbar.
"Wir werden als Vertretung der Oberneulander Bürger ständig darauf angesprochen, wie weit das Verfahren fortgeschritten ist", berichtet der Bürgerrat Oberneuland. Darum bitte man die Stiftung nun um Auskunft. In der ablehnenden Haltung unterstütze der Bürgerrat die Stiftung. "Wir weisen in diesem Zusammenhang darauf hin, dass eine Erweiterung der zu enteignenden Fläche (Zuwegung zum Vollsortimenter auf dem ehemaligen Sportplatzgelände) nicht im Interesse der Oberneulander Bürger ist", heißt es in dem Schreiben an Stiftungsvorstand Facklam. Der Bürgerrat erinnert außerdem daran, dass vor einiger Zeit innerhalb von sechs Wochen mehr als 3000 Unterschriften gegen dieses Vorhaben gesammelt wurden.
Im Gespräch mit unserer Zeitung sagte Facklam, die Lür-Kropp-Stiftung werde juristisch prüfen lassen, ob rechtliche Schritte gegen das Enteignungsverfahren Aussicht auf Erfolg hätten.
Einen Offenen Brief aus Oberneuland hat kürzlich auch Bürgermeister Jens Böhrnsen erhalten. Absenderin ist ein Mitglied des Bürgerrats, das sich gegen die Tunnelbauten und den geplanten Supermarkt auf dem ehemaligen Sportplatzgelände an der Mühlenfeldstraße wendet. Eine erhebliche zusätzliche Verkehrsbelastung des Stadtteils sei zu befürchten, schreibt die Absenderin.



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