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Oberneuland. Es ist nur ein kurzer Film von zwei Minuten, der den Mitgliedern der Amnesty-Gruppe den ersten Preis eingebracht hat. Die Bilder zeigen Hände, auf denen Worte wie "Diskriminierung", "Folter" und "Gewalt" geschrieben sind. Diese fallen auf eine Hand, die mit "Freiheit" beschriftet ist, und decken sie zu. Die Idee für den Film hatte Alexandra Peczek, insgesamt waren elf Schülerinnen und Schüler an der Produktion beteiligt.
Der Wettbewerb wurde neben Amnesty International von der ARD und der Band "Söhne Mannheims" ausgeschrieben. Die Beiträge mussten im Internet auf die Plattform YouTube hochgeladen werden, wo sie eine Jury begutachtete, zu der unter anderem der ARD-Moderator Reinhold Beckmann gehörte.
Aus allen Filmbeiträgen wurde ein Werbespot montiert, der künftig im Ersten Programm der ARD zu sehen ist. "Eine kurze Sequenz stammt auch aus unserem Film", erzählt Daa-Un Moon stolz. Außer ihr waren Janna von Weihe, Lina Manthey, Mareike Nürnberg, Max Große-Herzbruch, Henriette Bogena, Jasmine Katschke, Marie Hewelt (alle aus Oberneuland), sowie Amrei Plewka aus Horn-Lehe und Franziska Nagel aus Borgfeld an dem Siegerfilm beteiligt.
Die Amnesty-Gruppe am Ökumenischen Gymnasium wurde vor rund zweieinhalb Jahren ins Leben gerufen. Mittlerweile hat die personelle Besetzung fast komplett gewechselt, weil die meisten Gründungsmitglieder die Schule bereits verlassen haben. "Wir hatten Lust, die Arbeit weiterzumachen", sagt Amrei Plewka. Die momentane Zusammensetzung der Gruppe besteht seit einem Jahr.
Einen konkreten Fall zu bearbeiten sei wegen des häufigen Wechsels innerhalb der Gruppe schwierig, sagt Janna von Weihe. Deshalb konzentrieren sich die Schülerinnen auf andere Aktivitäten. "Wir treffen uns wöchentlich in der Schule und planen öffentliche Aktionen oder schreiben Briefe", erläutert Janna.
Mitschüler werden informiert
Wichtig für die Menschenrechtsaktivisten ist Öffentlichkeitsarbeit in eigener Sache. "Wir versuchen, den Mitschülern unsere Ziele und Inhalte nahezubringen und mit ihnen zu diskutieren", sagt Daa-Un. Sie habe die Erfahrung gemacht, dass viele Gleichaltrige sich über die Menschenrechte "noch keine Gedanken gemacht hätten."
So sind die Mitglieder in der Vergangenheit immer wieder in die 9. Klassen gegangen, um ihre Mitschüler zu informieren. Die meisten Jugendlichen sind über persönliche Kontakte zu Amnesty International gekommen. "Das hat sich sehr interessant angehört, vor allem die Beschäftigung mit der Todesstrafe war für mich ein Grund mitzumachen", sagt Amrei.
Zwar gibt es Mitschülerinnen und Mitschüler, die nur "kurz reinschnuppern." Die meisten Aktivisten bleiben aber über einen längeren Zeitraum dabei. "Wenn man einen Einblick bekommt, welche Ungerechtigkeiten und Verfolgungen es gibt, kann man nicht mehr einfach wegschauen", begründet Mareike ihr Engagement.
Für zusätzliche Mitstreiter ist die Gruppe am Ökumenischen Gymnasium nach den Worten der Schülerinnen offen. "Das Interesse ist eigentlich groß, aber viele Schüler fühlen sich durch die schulische Belastung dazu einfach nicht in der Lage", sagt Daa-Un.
Ein Ausschnitt aus dem Clip ist im Internet unter www.amnesty.de/freiheit zu sehen.



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