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Oberneuland. Der Zeitplan für die Baumaßnahme steht mittlerweile fest. "In diesem Jahr wird allerdings nicht mehr viel passieren", sagt Dürkop. Allenfalls ein paar Leitungen werden zum Ende des Jahres gelegt. Im Januar 2013 geht es dann allerdings gleich mit einer Vollsperrung der Straße Auf der Heide los. Dort stehen zunächst Leitungsarbeiten und Straßenbau auf dem Plan, bevor dort Ende 2013 mit dem eigentlichen Tunnelbau begonnen wird.
Diese dauern bis Mitte 2015. Danach werden noch restliche Leitungsarbeiten erledigt, und die Straße wird fertiggestellt. Komplett fertig und befahrbar ist der Tunnel Auf der Heide Anfang 2016. Die Gaststätte Meyer am Boom bleibt nach Angaben des Planers während der ganzen Bauzeit erreichbar. "Während der Arbeiten fallen ein paar Parkplätze weg, nach dem Ende der Bauzeit können sie aber wieder genutzt werden", so Dürkop.
Parallel verlaufen die Arbeiten am Haupttunnel an der Franz-Schütte-Allee. Ebenfalls Anfang 2013 starten Erd- und Straßenarbeiten, und erste Versorgungsleitungen werden verlegt. Mitte 2013 wird dann der eigentliche Tunnel in Angriff genommen, der Mitte 2015 fertig wird. Die Länge beträgt rund 180 Meter, die untere Kante befindet sich rund acht Meter unter der Erde.
Die Zufahrt zum Tunnel verläuft von der Franz-Schütte-Allee kommend geradeaus über die grüne Wiese. Dann verläuft die Fahrt in einer Linkskurve unter die Erde. Auf der anderen Seite kommen die Fahrzeuge auf einem Randstück der Festwiese wieder ans Tageslicht. Das Teilstück der Rockwinkeler Landstraße zwischen Franz-Schütte-Allee und Bahnlinie wird Sackgasse und erhält am Ende einen Wendehammer. Die heutige Zufahrt zum Lür-Kropp-Hof bleibt erhalten. Aufwendig ist der Ausbau der beiden Knotenpunkte an der Franz-Schütte-Allee sowie auf der anderen Seite der Bahn am Tunnelausgang. "Verkehrsbehinderungen werden sich hierbei nicht vermeiden lassen", so Dürkop. Der eigentliche Tunnelbau werde ohne Einschränkungen für die Autofahrer über die Bühne gehen. Der alte Bahnübergang bleibt offen.
Sind die Arbeiten an den beiden Tunneln Auf der Heide und Franz-Schütte-Allee Anfang 2016 abgeschlossen, wird die Mühlenfeldstraße vor dem Bahnübergang komplett gesperrt. Die Geschäfte bleiben allerdings erreichbar. Nach den Vorbereitungen wird hier Mitte 2016 mit dem dritten Tunnelbau begonnen. Ende 2017 ist die eigentliche Röhre fertig.
Mit dem Ende aller Bauarbeiten rechnen die Experten spätestens Ende 2018. Die Gesamtkosten der Maßnahme liegen bei rund 50 Millionen Euro. Die reinen Baukosten werden zwischen dem Land Bremen, dem Bund und der Bahn gedrittelt. Der Anteil für Planungskosten wird nach einem komplizierten Schlüssel verteilt.
Stiftung will nicht verkaufen
Noch keine Entscheidung ist im Enteignungsverfahren gegen die Lür-Kropp-Stiftung gefallen. Ihr gehört ein rund 3200 Quadratmeter großes Stück der Festwiese, das für die Ausfahrt des Tunnels benötigt wird. Nach einer juristischen Prüfung steht dem Verkauf der Fläche das Testament der Stifterin Meta Rödiger entgegen.
"Vor ein paar Tagen waren die Anwälte der Stiftung hier und haben bekräftigt, dass sie weiterhin nicht verkaufen wird", so Dürkop. Er geht jedoch nicht davon aus, dass dadurch das Projekt verzögert oder gar verhindert wird. "Das Enteignungsverfahren kann viele Jahre dauern und hat keine aufschiebende Wirkung. Wir fangen trotzdem zu bauen an."



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