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Geboren am 11. Januar 1912 in Bremen hat Hildegard Behm zwei Weltkriege miterlebt. Im zweiten kam ihr Ehemann um. Die Witwe zog die Söhne Ralf und Edgar mit Hilfe der Großeltern auf. Während sie als Buchhalterin in der Baumwollbörse arbeitete, waren die Kinder bei Oma und Opa gut aufgehoben. Heute hat Hildegard Behm fünf Enkel und sechs Urenkel. Sohn Ralf lebt seit 50 Jahren in Costa Rica. Edgar wohnt noch in Bremen. Die Kinder der Brüder sind in aller Welt verteilt, reisten aus den USA, England und Berlin an.
Das ist auch der Grund, warum Hildegard Behm die Tage vorher sehr aufgeregt war, sagte Jan-Hendrik Wilke, Leiter des Seniorenwohnheims "Schöne Flora", in dem die Jubilarin lebt. Sie wusste, dass die Familie versammelt sein würde und freute sich darauf.
Es gab viel zu erzählen - und das ging ganz gut, denn Hildegard Behm ist körperlich und geistig fit. Ihren 95. Geburtstag feierte sie bei ihrem Sohn in Costa Rica. Ihren 99. beging sie in ihrer Eigentumswohnung in Schwachhausen, wo sie 50 Jahre lang lebte. Erst im Februar vergangenen Jahres zog sie in das Heim in der Östlichen Vorstadt. Überhaupt war Hildegard Behm, die im Viertel aufgewachsen ist, nach ihrer Pensionierung viel unterwegs - natürlich in Costa Rica, aber unter anderem auch in den USA, Panama, Italien und Frankreich. Das Reisen musste sie inzwischen aufgeben, aber ihr Leben gestaltet sie noch selbstständig. In der "Schönen Flora" bewohnt sie ein großes Zimmer mit Bad. Sie hat sich mit einigen Bewohnerinnen und einem Bewohner in einer Gruppe zusammengefunden, die ihren Alltag selbstständig organisiert, erzählt Heimleiter Jan-Hendrik Wilke.
An Hildegard Behms Ehrentag organisierte die Heimleitung einen Empfang. Ernst Kittlaus vom Ortsamt Schwachhausen/Vahr überreichte der Jubilarin die Ehrenurkunde des Senats zum 100. Geburtstag. Nachmittags feierte die Familie im Jürgenshof.



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