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Ellenerbrok-Schevemoor. "Liebe war ein großes Thema bei den Kindern", sagt Lehrerin Petra Höflinger. Deshalb habe sie das aufgegriffen. Und sie habe Lust gehabt, etwas mit klassischer Sprache zu machen. Bei der Inszenierung hatten die Kinder ein Wörtchen mitzureden. "Wir haben alle möglichen Romeo-und-Julia-Versionen zusammengewürfelt", erklärt Höflinger. "Shakespeares Stück, die West Side Story, den Film mit Leonardo di Caprio." Das Ergebnis ist morgen noch einmal zu sehen.
Herausgekommen ist ein Stück mit viel Musik und Tanz, aber auch ruhigen Momenten, in denen weder die Balkonszene noch der tragische Tod von Romeo und Julia nach Shakespeare fehlen. Eine Erzählerin führt durch die Geschichte. Es gibt nicht einen Romeo und eine Julia, die Kinder übernehmen unterschiedliche Rollen.
"Es hat für Kinder einen großen Reiz, zu Themen zu arbeiten, die kontrovers besetzt sind", sagt Höflinger. Shakespeares Stück, kindgerecht aufbereitet, war die Grundlage für ihre Arbeit. Vor gut einem Jahr hatte die Bühnenarbeit begonnen. Bei den Proben waren auch Beziehungen im Umfeld der Kinder immer wieder ein Thema. Die Kinder haben eigene Liebesbriefe geschrieben, an Gleichaltrige, aber auch an ihre Eltern. Bei den Grundschultheatertagen im Sommer standen die Kinder zuletzt mit dem Stück auf der Bühne. Trotzdem haben sie Texte und Bewegungen noch parat. Auch Kinder, die jetzt in der fünften Klasse sind, spielen noch einmal mit, damit die Mädchen und Jungen der Kinderschule ins Dorf für Kinder und Tiere in der Nähe von München fahren können. Dort ernähren sich die Kinder eine Woche lang selbst, wie Höflinger erklärt. "Das ist eine teurere Schulfahrt. Deshalb haben wir überlegt, wie wir Spenden sammeln können."
Die Kinderschule Bremen zeigt "Romeo und Julia" morgen, 16. Dezember, ab 16 Uhr im Speisesaal des Stiftungsdorfes Osterholz der Bremer Heimstiftung, Ellener Dorfstraße 3. Die Aufführung dauert etwa eine halbe Stunde. Der Eintritt ist frei, aber die Kinder bitten um eine Spende.



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