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Tenever. Inklusive Pädagogik ist ein Ansatz, dessen wesentliches Prinzip darin liegt, die Vielfalt in Bildung und Erziehung wertzuschätzen. Inklusion sei mittlerweile in aller Munde, stets im Zusammenhang mit dem Themenfeld beeinträchtigte Kinder und Bildung, sagt Birute Freimuth, Bereichsleiterin der St. Petri Kinder- und Jugendhilfe und dort zuständig für die offene Kinder- und Jugendarbeit. St. Petri ist Träger der "GuckMal"-Kreativwerkstatt, die seit Oktober im zweiten Stock des Ote-Zentrums für Kinder und Jugendliche im Alter von zehn bis 18 Jahren geöffnet ist, jeden Werktag ab 16.30 Uhr. Gefördert wird das zunächst auf drei Jahre befristete Modellprojekt von der Aktion Mensch.
"Wir bringen Farbe ins Leben" lautet das Motto von Rebecca Marent und ihrem Team. Die in der Fachhochschule Ottersberg ausgebildete Kunsttherapeutin leitet das in Bremen einmalige Projekt, mit dem drei Jahre lang Inklusion in der Jugendarbeit erprobt werden soll. Die ersten Kinder und Jugendlichen kommen schon regelmäßig in die Kreativwerkstatt - auch ohne, dass groß Werbung gemacht wurde. Rebecca Marent, die im Steintor wohnt, war vorher als Sozialpädagogin an der Oberschule Koblenzer Straße tätig. Sie hat deshalb einen persönlichen Draht zu vielen Kindern und Jugendlichen, die jetzt ins Ote-Zentrum kommen.
Termin für nächstes Treffen
Was in der "GuckMal"-Kreativwerkstatt passiert, das interessierte auch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Netzwerktreffens. Rund 30 Vertreter von Behörden, Bildungseinrichtungen, Behindertenverbänden, Kirchen und anderen Trägern der Jugendarbeit waren der Einladung der St. Petri Kinder- und Jugendhilfe gefolgt. Birute Freimuth und Rebecca Marent stellten das "GuckMal"-Konzept vor. Sich kennenlernen, Erfahrungen austauschen, Wissen und Potenziale bündeln und über Möglichkeit einer Zusammenarbeit im Stadtteil Osterholz nachdenken: Diesen Zielen diente das Netzwerktreffen. Die nächste Zusammenkunft ist schon terminiert: Die Netzwerker treffen sich wieder am 18. April, von 14 bis 16 Uhr im Ote-Zentrum. Der Arbeitstitel lautet dann: "konkret werden".
Zurück zur Kreativwerkstatt "Guck Mal": Birute Freimuth und Rebecca Marent wollen jetzt besonders die Kinder und Jugendlichen in den Blick nehmen, die bisher noch nicht ins Ote-Zentrum kommen - das sind vor allem behinderte junge Menschen. Warum die Kunst als Mittel zur Begegnung von Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen gewählt wurde, liegt auf der Hand: "Kunst machen kann jeder, egal welche Fähigkeiten er hat. Kunst findet immer einen Weg und sei es das Fotografieren oder Zuschauen", betont Rebecca Marent.
Die Kunsttherapeutin ist mit den kreativen Kindern nicht allein. Der Künstler und In-Jobber Felix Luczak, Andrea Hoesmann, Praktikantin von der Fachschule Ottersberg, und Yvonne Schulte, die gerade ihre Masterarbeit an der Fachhochschule schreibt, helfen tatkräftig mit. Und dem Projekt ist jetzt noch eine sogenannte Bürgerarbeitsstelle bewilligt worden. Diese Stelle wird besetzt mit einer gelernten Kinderpflegerin, die für die kommenden drei Jahre das Team der Kreativwerkstatt "GuckMal"verstärkt.
Die Kreativwerkstatt "GuckMal" im Ote-Zentrum, Otto-Brenner-Allee 44/46, ist Montag und Dienstag von 16.30 bis 18 Uhr und Mittwoch bis Freitag von 16.30 bis 20 Uhr geöffnet. Nähere Auskünfte unter Telefon 69648756 oder per E-Mail an guckmal@stpetribremen.de.



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