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Die aus Finnland stammende Choreographin und Tänzerin, die mit Christiane Apparna Thorausch befreundet ist, hielt ihre Rede kurz. Sie wies auf die Verwendung der geometrischen Grundformen wie Quadrate und Kreise hin, die in den Bildern aus Öl, Acryl oder Pastell vorherrschen, ebenso wie auf die Verwendung der drei Grundfarben (Rot, Blau und Gelb), die in Kombination mit den Sekundärfarben (Grün, Orange und Lila) den Bildern ihre Strahlkraft geben. Järvinen berichtete auch von den Indienreisen der Künstlerin, die sich neben christlichen Themen sowohl mit indischen Göttermythen als auch dem Hinduismus beschäftigt. Einflüsse sieht man einigen Bildern der aktuellen Ausstellung an.
Eine geradezu perfekte Untermalung der Ausstellungseröffnung bot die Tanzdarbietung der Tochter der Künstlerin, Paloma Saskia Thorausch, die vom Musiker Phil Thamo mit Gitarre und Rahmentrommel sowie Gesang begleitet wurde. In ihren freien, improvisierten Tanz ließ sie die gesamte Situation mit Musik, Bildern und Menschen einfließen und nahm die Leichtigkeit gerade auch der Figuren der Bilder perfekt auf. Natürlich sei es eine gegenseitige Beeinflussung, erläuterte sie, denn viele der Arbeiten ihrer Mutter beschäftigten sich mit Tanz und Tänzerinnen.
Vorgezeichnet war die Karriere als Künstlerin für Christiane Thorausch nicht. Sie wurde 1957 in Schönebeck an der Elbe in eine Familie von Maschinenbauern geboren. Weil sie gerne eine Berufsausbildung mit Abitur abschließen wollte, ging sie zunächst diesen Weg, zumal ihre Familie keinerlei Verständnis für ihre Liebe zur Kunst hatte. Doch gemalt hat sie auch schon als Kind und verfolgte beharrlich ihr Ziel, Künstlerin zu werden.
Die Beschäftigung mit Metall und Keramik erinnern noch an ihren Werdegang. Auch Skulpturen wie dem "Kreuz" in der Halle des Stifts, das aus Messing und Kupfer gearbeitet ist, haftet eine unglaubliche Leichtigkeit an. Fast zweidimensional erscheint es, doch der stark stilisierte Körper des gekreuzigten Jesus bricht diesen Eindruck wieder auf.
Neben der weiteren künstlerischen Ausbildung engagierte sie sich stark in der Friedensbewegung und durfte schließlich 1984 aus der DDR in den Westen ausreisen. Sie ist heute freischaffende Künstlerin, Mutter von vier erwachsenen Kindern und lebt und arbeitet in Findorff.
Die Ausstellung ist bis zum 5. April im St.-Joseph-Stift, Schwachhauser Heerstraße 54, zu sehen.


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