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Der Bischof leitet anschließend ein theologisches Gespräch und trifft sich mit seinen Gastgebern zum gemeinsamen Mittagessen. Mit einem altkatholischen Gottesdienst ab 15.30 Uhr wiederum in der Kapelle des St.-Joseph-Stifts geht die Visite zu Ende. In Bremen besuchen eigenen Angaben zufolge regelmäßig rund 15 Altkatholiken die zweimal im Monat stattfindenden Gottesdienste der Gemeinde.
Bischof Matthias Ring, der seinen ständigen Sitz in Bonn hat, stammt aus Wallenfels im Landkreis Kronach, wo er 1963 geboren wurde. Seit 1993 war er Pfarrer der Regensburger altkatholischen Gemeinde mit einer fünfjährigen Unterbrechung, in der er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Altkatholischen Seminar der Universität Bonn arbeitete und an der Universität Bern seine Promotion mit einer Arbeit über die altkatholische Kirche im Dritten Reich erwarb. Neben seiner Tätigkeit als Pfarrer engagierte er sich in der Ökumene als Mitglied der Dialogkommission mit der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands und in Regensburg im interreligiösen Dialog als zweiter Vorsitzender der Gruppe "Religionen für den Frieden". 2009 wurde er in der Mannheimer Schlosskirche zum Nachfolger von Bischof Joachim Vobbe gewählt und damit zum zehnten Bischof des Katholischen Bistums der Altkatholiken in Deutschland.
Die altkatholischen Kirchen in Deutschland, Österreich und der Schweiz entstanden 1872 unter anderem aus Protest gegen das Dogma von der päpstlichen Unfehlbarkeit. Ihren Namen Altkatholiken wählten sie, um sich von der aus ihrer Sicht "neuen" römisch-katholischen Kirche abzugrenzen. In Deutschland zählen die Alt-Katholiken nach eigenen Angaben rund 16000 Mitglieder.


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