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Schwachhausen. Die von den Senatsressorts erstellten Stadtteilberichte dienen als Arbeitsgrundlage für die kommenden Planungskonferenzen der Beiräte. Sie stellen die wichtigsten Projekte und Planungen in den Stadtteilen dar. Auch in Schwachhausen diskutieren nun die Ortspolitiker über den Stadtteilbericht, um gegebenenfalls Änderungen und Ergänzungen einzubringen.
Im Bereich Bildung und Kinderbetreuung brennt Schwachhausens Ortsamtsleiterin Karin Mathes vor allem der Ausbau von Gruppen für Unter-Dreijährige (U3) auf den Nägeln. Und sie knüpft gleich eine Verbindung zu einer anderen "Baustelle" - die Weiternutzung des Schulbaus an der Thomas-Mann-Straße. "In das kommende Konzept muss in jedem Fall eine Kinderbetreuung integriert werden", fordert Mathes. Wie berichtet, stehen bei der Diskussion am Runden Tisch zurzeit zwei Optionen im Raum: die ehemalige International School abzureißen und das Gelände neu zu bebauen. Oder das marode Gebäude zu sanieren und mit einem anderen Schwerpunkt weiterzunutzen.
Deutlich geringer fällt laut Mathes der Bedarf an zusätzlichen Grundschulklassen aus. Es reiche aus, die bestehenden Standorte auszubauen: die Grundschule Carl-Schurz-Straße im Dachbereich sowie die Grundschule An der Gete mit einem Anbau und der Weiterentwicklung mit Ganztagsbetreuung.
Insgesamt geht es laut Mathes dem Beirat darum, den Stadtteil Schwachhausen "kinder- und familienfreundlicher zu machen". Dazu gehöre auch, die Verkehrsbelastung möglichst erträglich zu gestalten. "Das funktioniert allerdings nur bedingt, solange wir so viel Autoverkehr haben und mit der Kurfürstenallee und der Schwachhauser Heerstraße zwei große Achsen durch den Stadtteil führen", argumentiert die Ortsamtsleiterin. Für die Gesundheitswirtschaft in Schwachhausen wichtig ist laut Karin Mathes die neue Reha-Klinik am Sendesaal. Damit sich der Beirat selbst ein Bild von der Einrichtung machen kann, können die Ortspolitiker und interessierte Bürger unmittelbar vor der nächsten Sitzung am 23. Februar die Räume besichtigen. Anschließend tagt der Beirat im Sendesaal an der Bürgermeister-Spitta-Allee.
Unter dem Stichwort "Wohnen und Verkehr" führt der Stadtteilbericht einige bekannte Schwerpunktprojekte auf, unter anderem die temporären Spielstraßen. Genau beobachtet wird auch die Entwicklung in der Wachmannstraße. "Mit der Fahrradstraße ist die Polizei relativ zufrieden", sagt Karin Mathes. Mittlerweile habe sich die neue Verkehrsregelung eingespielt, auch die Straßenbahn sei jetzt früher zu sehen. Der fehlende Gelbblinker in Höhe Schubertstraße wird nach ihren Informationen noch im Februar angebaut.
Noch keine greifbaren Pläne gibt es bei der Bebauung der Friedrich-Mißler-Straße. Ein Architektenwettbewerb hat stattgefunden, aber die Verkaufsverhandlungen sind noch nicht abgeschlossen. Möglicherweise in diesem Jahr startet die Errichtung von 30 Wohneinheiten auf dem hinteren Teil des Schulgrundstücks an der Freiligrathstraße. "Bislang hatte der Investor das Projekt nicht forciert, aber jetzt liegt der Vorhaben- und Erschließungsplan vor", sagt die Ortsamtsleiterin. Zunächst werde die Planung im Beirat beraten, dann in der Deputation und der Bürgerschaft. Mit einem Beschluss ist erst im Sommer zu rechnen.
Mit dem Stadtteilbericht befasst sich am heutigen Donnerstag ab 18 Uhr in öffentlicher Sitzung der Ausschuss für Bau, Stadtentwicklung, Umwelt und Energie im Ortsamt, Wilhelm-Leuschner-Straße 27A, Block D. Der Verkehrsausschuss berät am Donnerstag, 9. Februar, ab 19 Uhr ebenfalls im Ortsamt über das Papier.


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